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Paratí, ein Kolonialstädtchen unter Denkmalschutz
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Info: Das museale Kolonialstädtchen Paratí (auch: Paraty) wurde im 17. Jahrhundert gegründet. Es liegt am äußersten Ende des Bundesstaates Rio de Janeiro, hat etwa 30.000 Einwohner und steht unter Denkmalschutz. Die Stadt besticht durch ihre fast vollständig erhaltene historische Architektur aus dem 17. Jahrhundert. Die Häuser der Altstadt sind alle weiß gestrichen mit bunten Fenster- und Türumrandungen.
Die Straßen haben ein sehr unebenes Kopfsteinpflaster, das von Sklaven verlegt wurde. Bei Hochwasser reinigt die Flut einige Gassen. Eines der weißgekalkten Landhäuser, die Villa Boa Vista, ist das Geburtshaus der Mutter von Thomas Mann, Julia Mann, die hier die ersten sieben Jahre ihres Lebens verbrachte.
Paratí befindet sich in einem Gebiet, welches von jeher von den Guaianá- Indianern bevölkert wurde. Als Nomadenvolk haben die Guaianás einige Wege im Urwald angelegt, auch um die besonders steil aufragenden Berge des Küstengebirges, Serra do Mar, zu überwinden und so die Verbindung zum Hochland (ca. 800 m ü. NN) herzustellen.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts werden Gold und Edelsteine in Minas Gerais entdeckt. Jetzt werden die von den Indianern angelegten Verbindungswege genutzt, um die Serra da Mantiqueira zu überwinden und in das Landesinnere Brasiliens vorzustoßen. Es dauerte nicht lange, und der alte Weg der Guaianás mit dem Hafen Paratí war in den Goldweg "Caminho do Ouro" integriert (siehe dort). Aus Wikipedia auszugsweise übernommen: http://de.wikipedia.org/wiki/Paraty
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