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| Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften |
| AWMF-Leitlinien-Register | Nr. 031/003 | Entwicklungsstufe: | 1 |
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Empfehlungen:
Ist die Indikation für eine definitive Therapie gegeben, kommen meistens die beiden alternativen Behandlungsmöglichkeiten einer Radioiodtherapie oder einer Operation in Betracht. Nach sachgerechter Aufklärung über die Vorteile und Nachteile beider Therapieoptionen entscheidet der Patient. Abhängig von der Verfügbarkeit der beiden Therapieoptionen sowie der Erfahrung mit der RIT oder Operation vor Ort sind die RIT auch bei größeren Strumen bzw. die Operation auch bei kleineren Strumen möglich. Bei einer Knotenstruma mit oder ohne Autonomie bestimmen meistens die Begleitumstände die Entscheidung zugunsten einer Operation (Malignomverdacht, große Zysten, intrathorakale Struma, Kompressionssymptome) oder zugunsten einer RIT (Autonomiebeseitigung, Alter des Patienten, Komorbidität, Rezidivstruma, Berufe wie z.B. Lehrer, Redner, Sänger).
Kontraindikationen der RIT: Schwangere, Stillende. Ein Zeitintervall von zumindest 4 Monaten bis zum Eintritt einer Schwangerschaft muss gewährleistet sein.
Autoren
M. Dietlein, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität zu Köln; J. Dressler, Nuklearmedizinische Klinik der Henriettenstiftung, Hannover; F. Grünwald, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Frankfurt; B. Leisner, Abteilung für Nuklearmedizin des Allg. Krankenhauses St. Georg, Hamburg; E. Moser, Abteilung für Nuklearmedizin der Radiologischen Universitätsklinik Freiburg; Chr. Reiners, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Würzburg; H. Schicha, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität zu Köln, federführender Autor; P. Schneider, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Würzburg; O. Schober, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Münster
für die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN)
