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| Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften |
| AWMF-Leitlinien-Register | Nr. 030/131 | Entwicklungsstufe: | 1 |
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Tabelle 1: Diagnostische Kriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS) für den Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch
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Bisher gibt es nur eine unveröffentlichte randomisierte Studie, die die Einleitung einer medikamentösen Prophylaxe mit einem Medikamentenentzug verglich. Daher wird zur Therapie des Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch weiterhin der Entzug der übergebrauchten Substanzen empfohlen. Es gibt zahlreiche prospektive Studien, die eine eindeutige Besserung der Kopfschmerzen nach Medikamentenentzug berichten (⇑⇑) (Katsarava u. Jensen 2007). Bisher wurde die Meinung vertreten, dass eine medikamentöse Prophylaxe bei Patienten mit Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch nicht wirksam ist, solange täglich oder häufig Migräne- und Schmerzmittel eingenommen werden. Die CHROME-Studie zeigte allerdings, dass Patienten mit Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch, die mit Topiramat behandelt werden, in 50% der Fälle eine signifikante Reduktion der Migränetage erfahren (⇑). Diese Patienten reduzieren auch die Zahl der Tage mit Einnahme von Migränemitteln, so dass sie nicht mehr die Kriterien eines Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch erfüllen (Diener et al. 2007). Daher ist vor einer formalen Entzugsbehandlung ein Therapieversuch mit einer medikamentösen Prophylaxe wie z. B. mit Topiramat zur Migräneprophylaxe gerechtfertigt (⇑).
Tabelle 2: Behandlungsstrategien des Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch (⇔)
Ambulante Entzugsbehandlung
Tagesklinische Entzugsbehandlung
| Stationäre Entzugsbehandlung
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Tabelle 3: Praktisches Vorgehen beim Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch (⇔)
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Federführend: Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Universitätsklinik für Neurologie, Hufelandstraße 55, 45122 Essen
E-Mail: hans.diener@uni-duisburg-essen.de
Die Leitlinie wurde im Delphi-Verfahren entwickelt. Erstmalig erstellt im November 2007, abschließend diskutiert am 15. 01. 2008.
Es handelt sich um eine gemeinsame Leitlinie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und der DGN.
