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Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie


 AWMF-Leitlinien-Register  Nr. 030/070   Entwicklungsstufe:  1 
Zitierbare Quelle:
Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie; 4. überarbeitete Auflage 2008, S. 654 ff, ISBN 978-3-13-132414-6; Georg Thieme Verlag Stuttgart

Querschnittlähmung

Was gibt es Neues?

Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick


  1. Definition
  2. Querschnittlähmungen sind Folge von Schädigungen des Rückenmarks und der Cauda equina traumatischer und nicht-traumatischer (z. B. vaskulär, entzündlich, metabolisch, neoplastisch) Ursache mit akutem oder chronisch-progredientem Auftreten. Die neurologischen Ausfälle betreffen isoliert oder kombiniert motorische, sensible und autonome Funktionen. Die Folge sind motorische (spastische Para- bzw. Tetraplegie, schlaffe Paraparese bei Kaudaläsion), sensible (spinales sensibles Niveau mit darunter gelegener Hyp- bzw. Anästhesie und Hyp- bzw. Analgesie) und autonome (neurogene Blasen- und Mastdarmlähmung, Sexualdysfunktion, Herz-Kreislauf-Dysregulation) Funktionsstörungen. Unterhalb der Rückenmarkläsion kommt es daher zu komplexen klinischen Ausfallssyndromen. Die Schwere der Ausfälle hängt von der Höhe und Komplettheit der Rückenmarkläsion ab.

  3. Rückenmarksyndrome
  4. Rückenmarkläsionen können - entsprechend der Läsionshöhe - zur Tetra- oder Paraplegie führen, wobei letztere auch die Konus- und Kaudaläsionen umfasst. Etwa 45% der Patienten mit Rückenmarktraumen entwickeln eine Tetraplegie. Bei ca. 50% ist die Läsion inkomplett (Cavigelli u. Curt 2000). Die Einteilung der klinischen Rückenmarksyndrome erfolgt anhand der neurologischen Ausfälle, die von funktioneller und prognostischer Bedeutung sind. Am häufigsten ist das Anterior-Cord-Syndrom (traumatische Verletzung der vorderen zwei Drittel des Rückenmarks) mit vorwiegenden Ausfällen der Motorik und der Schmerz-/Temperaturwahrnehmung (die Hinterstrangbahnen sind weniger betroffen) und relativ schlechter Prognose. Das Spinalis-Anterior-Syndrom mit vaskulär bedingter Schädigung der vorderen zwei Drittel des Rückenmarks (klinisch vergleichbare Ausfälle wie das Anterior-Cord-Syndrom) weist ebenfalls eine eher ungünstigste Prognose auf. Das Brown-Sequard-Syndrom mit spinaler Halbseitenlähmung und das Central-Cord-Syndrom (Verletzungen der zentralen Rückenmarkanteile, meist im Bereich der HWS) mit Ausfällen vorwiegend im Bereich der Arme zeigen meist gute Erholung der Steh- und Gehfunktion.

  5. Diagnostik
  6. 3.1 Allgemein

    3.2 Spezifisch

  7. Epidemiologie
  8. In industrialisierten Staaten liegt die jährliche Inzidenz akuter traumatischer Rückenmarkläsionen bei 10-30 Fällen pro Million Einwohner. Männer sind mit ca. 70% häufiger betroffen, das durchschnittliche Lebensalter bei Unfall liegt bei 40 Jahren (Cavigelli u. Curt 2000). Die Inzidenz nicht-traumatischer Querschnittlähmungen (u. a. Tumoren, spinale Durchblutungsstörungen, Myelitiden) ist nicht bekannt, jedoch steigt deren Häufigkeit mit der Alterung der Bevölkerung deutlich an.

  9. Therapie
  10. 5.1 Generelle Akutbehandlung

    5.2 Spezifische Akutbehanldung

  11. Komplikationen
  12. Frührehabilitative Maßnahmen
  13. Regenerationsauslösende Therapie
  14. Derzeit stehen einige aufgrund von Tierexperimenten vielversprechende methodische Ansätze zur Teilreparatur des verletzten Rückenmarks vor der klinischen Erprobung (Übersicht bei Schwab et al. 2004, Dietz u. Curt 2006). Diese Ansätze sind meist nur innerhalb weniger Tage nach Läsion wirksam. Bei chronischer kompletter Paraplegie gibt es Hinweise für eine definitive Funktionsstörung spinaler Neurone (Curt u. Dietz 2005, Dietz u. Curt 2006).



Literatur

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Verfahren zur Konsensbildung

Erstellungsdatum:

04/2002

Letzte Überarbeitung:

10/2008

Nächste Überprüfung geplant:

k.A.


XXXXXXXXXX Beachte Präambel zu den Leitlinien Neurologie XXXXXXXXXX

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Stand der letzten Aktualisierung: 10/2008
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HTML-Code aktualisiert: 29.05.2009; 14:30:07