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Der Stamm der Mollusca umfasst mehr
als 130000 bekannte Arten. Die meisten Arten leben marin, einige
im Süßwasser und bei Schnecken treten sogar landlebende
Arten auf.
Alle Molluscen haben einen ähnlichen Grundbauplan. Ihr Körper besteht aus vier Abschnitten: dem teilweise sehr kleinen oder fehlenden Kopf, dem muskulösen Fuß, mit dem sie sich fortbewegen, festhalten und eingraben können, einem Eingeweidesack, der die meisten inneren Organe enthält und dem Mantel, der den Eingeweidesack bedeckt und die Schale, sofern sie vorhanden ist, abscheidet. In die vom Mantel ausgesparte Höhle, der sog. Mantel- oder Atemhöhle, ragen reich durchblutete Kiemen (bei den marinen Formen), After und Exkretionsporus. Viele Molluscen besitzen zur Nahrungsaufnahme eine Raspelzunge, die Radula. Mit ihr schaben sie Nahrungsteilchen vom Substrat ab. Sinnesorgane kommen in Form von Mechano-, Foto- und Chemorezeptoren vor. Sie können bei den verschiedenen Arten die unterschiedlichsten Entwicklungsstufen haben. So findet man bei Cephalopoden hoch entwickelte Augen, die in ihrem Aufbau mit den Wirbeltieraugen vergleichbar sind. Bei Gastropoden hingegen kommen vom einfachen Grubenauge über offene Blasenaugen bis zum Linsenauge verschiedene Lichtsinnesorgane vor. Das Nervensystem besteht aus einem paarigen Cerebralganglion, von dem vier Nervenstränge ausgehen. Bei allen Molluscen gibt es zumindest in bestimmten Bereichen des Körpers Ganglien. Weichtiere besitzen ein offenes Blutkreislaufsystem. Das Herz liegt meist im Herzbeutel und nimmt das von den Kiemen kommende Blut auf. Dieses wird in Arterien geleitet, die in Lakunen (Körperhöhlungen) enden und von dort in die Leibeshöhle fließt. Das Blut ist eine Hämolymphe, die oft Atmungspigmente (Hämocyanin, seltener Hämoglobin) enthält.
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