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(4)Der wohl bekannteste Vertreter der Wattfauna
lebt im Sand- und Mischwatt. Zum Fressen liegt der Wattwurm im kurzen waagerechten Teil seines Ganges und nimmt durch Ausstülpen seines Rüssels Sand auf, in dem Bakterien, Algen und Detritus enthalten sind. Da der Wurm immer an der gleichen Stelle frisst, rutscht der Sand ständig nach, so dass an der Oberfläche ein sichtbarer Trichter entsteht. Er liegt am Ende des Fressgangs, der zusammen mit dem Wohngang die U-förmige Röhre bildet.
Durch regelmäßige Körperbewegungen
erzeugt der Wattwurm einen Wasserstrom, der durch den Kotgang
ein- und den Fressgang ausströmt. So sichert der Wurm eine
ständige Zufuhr von neuen Nährstoffen, die in den Sandpartikeln
hängen bleiben, sowie ständig frisches Atemwasser,
aus dem er mit Hilfe der Kiemenbüschel an seinem Mittelleib
Sauerstoff aufnimmt.
Anpassung an den abiotischen Faktor Sauerstoff Um sich an die schwierigen O2-Verhältnisse im Wattboden anzupassen, hat sich der Wattwurm doppelt gut angepasst. Er hat zwei Möglichkeiten, um den O2-Mangel auszugleichen. Fehlt seinem Lebensraum Sauerstoff, kann er seine Energie aus einem anaeroben Abbauprozess gewinnen. Er betreibt dann die sog. Gärung, bei der Glykogen gespalten und u.a. Sauerstoff freigesetzt wird. Auf diese Weise kann er bis zu 9 Tage ohne O2 überleben! Zum anderen besitzt der Wattwurm den roten
Blutfarbstoff Hämoglobin (Häm), was selten bei Wirbellosen
vorkommt.
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