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(18)Seepocken gehören im Unterstamm der Crustacea einer eigenen Klasse der Rankenfüßer (Cirripedia) an. Sie sind sessile, mit dem Untergrund fest verwachsene, niedere Krebse, deren Körperbau aufgrund ihrer Lebensweise stark abgewandelt ist. Wie alle Krebse müssen sich auch Seepocken häuten. Sie besitzen jedoch nur eine dünne Haut, da sie durch ihr Kalkgehäuse geschützt sind. Dieses wächst dann quasi mit, indem die Kalkplatten in einem komplizierten Verfahren vergrößert werden. Durch die Reduktion des Abdomen fehlen den Seepocken Herz und Arterien. Die Blutzirkulation in den Hohlräumen des Körpers wird durch die Muskulatur erzeugt. Durch Bewegungen der Rankenfüße beim Fangen wird das Blut durch den Körper gepumpt. Diese Fangbewegungen können auch bei ruhenden Tieren beobachtet werden, da dadurch das Atemwasser erneuert und die Blutzirkulation aufrecht erhalten werden muss.
Seepocken besitzen keine Kiemen. Sie betreiben
den Gasaustausch über dünne Innenwände des Mantels,
der den ganzen Körper umgibt. Durch die Fangbewegungen wird
das Wasser im Gehäuse ständig erneuert, so dass immer
frisches Atemwasser vorhanden ist. Seepocken sind Zwitter. Dies ist wahrscheinlich eine Eigenschaft, die die Tiere sekundär im Laufe ihrer Evolution zur Sesshaftigkeit erworben haben. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass eine Befruchtung, rein örtlich gesehen, überhaupt Erfolg haben kann. Die Individuen sitzen deshalb dicht an dicht auf dem Untergrund. So kann der ausstülpbare Penis in die Mantelhöhle des Nachbartieres eindringen und hier die Eier befruchten, die bis zum Schlüpfen der Larven hierin verweilen. Durch die Zweigeschlechtlichkeit ist der Erfolg der inneren Befruchtung und damit das Fortbestehen der Art gesichert.
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