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Sandklaffmuschel (Mya
arenaria)
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Die wahrscheinlich im 17. Jahrhundert im
Ballastwasser von Schiffen aus Nordamerika eingeschleppte und
größte Muschelart des Wattenmeeres trägt ihren
Namen nicht von ungefähr. Im Erwachsenenalter sind ihr Körper
und ihr Sipho so groß, dass sie nicht mehr vollständig
in das ca. 10 cm lange Schalengehäuse zurückgezogen
werden können. Deshalb sind die Schalenhälften so geformt,
dass sie nicht mehr allseitig schließbar sind. Die Muschelschale
"klafft" auseinander.
Hauptsächlich findet man die Sandklaffmuschel im Schlick-
und Sandwatt, eingegraben in 20 bis 30 cm Tiefe.
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Aufgrund des Bodendrucks und des nur kleinen
Grabfußes sind adulte Sandklaffmuscheln sesshaft. Geringe
Niveauschwankungen des Wattbodens können sie mit Hilfe ihres
Siphons ausgleichen. Der von einer derben Haut bedeckte Sipho
ist eine Doppelröhre, d.h. Einström- und Ausströmsipho
sind auf ganzer Länge miteinander verwachsen, und kann bis
auf eine Länge von bis zu 50 cm ausgestreckt werden.
Genau wie die anderen Muschelarten zählt
die Sandklaffmuschel zu den Filtrierern. Sie benutzt ihre Kiemen
außer zur Atmung auch zur Nahrungsfilterung. Auch während
der Trockenzeit bleibt der Mantelraum sowie der untere Siphoabschnitt
mit Wasser gefüllt. Dies ist die Ursache, warum die Sandklaffmuschel
auch unter dem Namen "Pissmuschel" bekannt ist. Erschütterungen
des Wattbodens lassen die Muschel ruckartig ihr Siphon einziehen
und die Schalenklappen schließen, wodurch das rückständige
Wasser herausgedrückt wird und in einer Fontäne an
der Oberfläche erscheint. |
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Sandklaffmuschel mit Sipho |
Die Sandklaffmuschel ist besonders an die
Bedingungen im tiefen Wattboden angepasst. Zum einen durch den
bereits erwähnten extrem langen Sipho, und zum anderen durch
ihren sehr geringen O2-Bedarf. Sie benötigt nur 1/10 des Sauerstoffes,
den Tiere der oberflächennahen Bodenschichten brauchen.
Das bringt ihr den Vorteil, dass sie im Winter bis zu sieben
Wochen unter einer Eisschicht überleben kann!
Durch ihre Siedlungstiefe hat sie keine
Feinde, da sie für Räuber unerreichbar bleibt.
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Film
über die Sandklaffmuschel (3,77 MB)
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