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Warum Eiswürfel
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Warum Eiswürfel
schwimmen
Wasser ist anders als andere Stoffe: es besitzt als Feststoff eine geringere Dichte als
im flüssigen Zustand. Eis schwimmt oben, ein Phänomen,
das auch als "Anomalie des Wassers" bezeichnet wird
und uns aus unserem täglichen Leben bekannt ist. Wie sollte
man sonst auf einem See Schlittschuh laufen können? Wieder einmal ist der Grund dafür in den Wasserstoffbrücken
zu finden. Wasser beginnt zu gefrieren, wenn die Wassermoleküle
nicht mehr genug Bewegungsenergie besitzen, um die Wasserstoffbrücken
zu lösen. Bei 0°C bildet das Wasser ein starres Kristallgitter, in dem jedes Sauerstoffatom tetraedrisch von vier Wasserstoffatomen umgeben ist, zwei eigene und zwei fremde.
Aus den losen, nur über
Wasserstoffbrücken verbundenen Wassermolekülen ist also ein weitmaschiges, mit zahlreichen Hohlräumen (Cluster) durchsetztes
Kristallgitter entstanden. |

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Abb: Eiskristall |
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Dieses Eiskristallgitter nimmt
nun durch die ein-geschlossenen Hohlräume mehr Platz ein,
als die Wassermoleküle im flüssigen Zustand. Wasser
dehnt sich also beim Gefrieren aus, weil die Moleküle im
flüssigen Zustand dichter gepackt sind als im festen. Man
spricht auch von einer Zunahme des Volumens von Eis, und zwar
um fast 10%. Die Dichte des Eises ist damit um fast 10% geringer
als die Dichte des Wassers im flüssigen Zustand. Aus diesem
Grund schwimmt Eis an der Wasseroberfläche. |
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kovalente Bindung |
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Wasserstoffbrückenbindung |
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Die Fähigkeit
von Eis, oben zu schwimmen, ist ein wichtiger Faktor für
das Leben auf der Erde. Die größte Dichte erreicht
Wasser bei einer Temperatur von 4°C. Alles Wasser von höherer
bzw. tieferer Temperatur als 4°C ist somit spezifisch leichter.
So kühlt sich das Wasser von Seen bei längeren Frostperioden
zunächst nur bis 4°C an der Oberfläche ab und sinkt
zu Boden. Das leichtere, wärmere Wasser steigt nun an die
Wasseroberfläche, bis auch dieses bis auf 4°C heruntergekühlt
ist. Bei Abkühlung unter 4°C bleibt das Wasser ebenfalls
an der Oberfläche und erstarrt zu Eis. Diese Eisdecke hat
nun eine isolierende Wirkung auf das Wasser darunter, so dass
tiefere Gewässer niemals bis zum Grund gefrieren können.
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Abb: Temperaturabhängige Dichte von Wasser
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