|
Einige Enzyme (Proteine) enthalten
noch einen kleineren Nichtproteinanteil, das Coenzym.
Das Coenzym wird, anders als das Enzym selbst, bei der
Reaktion mit dem Substrat verändert. Coenzyme werden
aufgrund ihrer Aufgaben in verschiedene Klassen unterteilt. Für
die Dissimilation sind vor allem die Energie- und die Wasserstofftransporter
von Bedeutung. |
|
|
|
|
|
Energietransport |
Energie wir überall im Organismus
gebraucht, aber auch wieder regeneriert. Dabei ist es notwendig,
die Energie zu speichern, um sie an verschiedenen Stellen wieder
einzusetzen. Dies geschieht durch Ausbildung instabiler Bindungen,
die sehr rektionsfreudig sind und schnell wieder gelöst
werden können, dabei wird die in der Bindung gespeicherte
Energie wieder frei. |
|
ATP |
Ein sehr bekanntes energietransportierendes
Coenzym ist das Adenosintriphosphat oder ATP. Dieses
besteht aus der organischen Base Adenin, einer Ribose (Zucker)
und drei Phosphatgruppen. Die Bindung zur dritten Phosphatgruppe
ist sehr instabil, es handelt sich um eine energiereiche Bindung.
Wird nun die endständige Phosphatgruppe abgespalten entsteht
ADP (Adenosindiphosphat) und es wird Energie frei, es
handelt sich also um einen exergonischen Prozeß.
Soll aus ADP ATP generiert werden, so benötigt man Energie
(endergonisch), diese wird wieder im ATP gespeichert. |

nach Campbell: Biologie, Spektrum 1997 |
|
GTP |
Ganz ähnlich wie ATP
wirkt GTP (Guanosintriphosphat). Auch hier ist die Speicherung
von Energie im 'Phosphatschwanz' möglich. |
|
|
|
|
|
|
Wasserstofftransport |
Der Wasserstofftransport ist notwendig
für Redoxreaktionen. Hierbei nimmt das Coenzym Wasserstoff
in Form von Protonen und Elektronen auf und oxidiert das Substrat,
bzw. gibt Wasserstoff ab und reduziert das Substrat. |
|
NAD+ |
NAD+
dient als Wasserstoffakzeptor. Er nimmt Wasserstoff in Form von
2 Protonen ( 2H+) und 2 Elektronen (2e-) auf und oxidiert
somit das Substrat. Das Coenzym selbst wird dabei reduziert,
denn es hat ja Elektronen aufgenommen. In der reduzierten Form
heißt es NADH+H+. |
 |
|
FADH |
FAD kann ebenfalls Wasserstoff
aufnehmen, es wird dabei reduziert zu FADH2. |
|
|
|
|
|