alkoholische Gärung

In der Glykolyse haben Sie gelernt, daß aus Glucose (C6) der C3-Körper Pyruvat entstanden ist, dabei kam es effektiv zur Synthese von 2 ATP. Außerdem ist der Wasserstoffakzeptor NAD+ verbraucht worden. Für den ungehinderten Ablauf der Glykolyse ist es nun notwendig, NAD+ zu regenerieren. Unter aeroben Bedingungen fungiert Sauerstoff als finaler Wasserstoffakzeptor und oxidiert das NADH+H+ wieder zu NAD+. Bei der Gärung, der anaeroben Form der Dissimilation, steht allerdings kein Sauerstoff zur Verfügung, das NAD+ muß also auf andere Art und Weise regeneriert werden.
Das folgende Schema verdeutlicht den Weg der alkoholischen Gärung (inklusiver der bereits behandelten Glykolyse).

Die Glucose wird in der Glykolyse zu 2 Pyruvat umgewandelt (schon bekannt).
Dieses Pyruvat wird nun unter Einwirkung des Enzyms Pyruvatdecarboxylase decarboxyliert zu Ethanal (oder Acetaldehyd).
Dieses wird durch das Enzym Alkoholdehydrogenase reduziert zu Ethanol.

Die Bruttogleichung der alkoholischen GÄrung lautet:

[C6H12O6 <=> 2 CH3-CH2OH + 2ATP]

  Außer der alkoholischen Gärung gibt es noch andere Gärungsformen, wie zum Beispiel die Milchsäuregärung (bei Milchsäurebakterien, zur Herstellung von Joghurt), die Propionsäuregärung und die Bernsteinsäuregärung.
   

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