Kultur & Ernte


Die Guave ist eine sehr robuste und leicht zu ziehende Pflanze.
Sie benötigt einen Niederschlag von etwa 1000-2000 mm pro Jahr, verträgt aber auch sehr trockene und feuchte Standorte (sogar vorrübergehende Staunässe).
Das Temperaturoptimum für diese Pflanze liegt zwischen 20 und 30 °C, allerdings vertragen größere Bäume auch leichte Fröste bis zu -6 °C. Daher sind Guaven in Höhenlagen von 2100m über dem Meeresspiegel auffindbar.
Je nach Sorte ist die Guave saisonal oder ganzjährig fruchtend und kann vom 7. bis zum 40. Lebensjahr bis zu 1000 Früchte pro Jahr tragen.
Wenn in der Zeit der Fruchtentwicklung eine Trockenperiode liegt, ist die Qualität der Früchte bezüglich des Geschmacks besser. Um einen gute Geschmack zu erreichen, gewährt man daher den Bäumen auf Guavenplantagen absichtlich eine Ruhepause, in der die Pflanzen nicht bewässert werden.


Vermehrt werden kann die Guave durch Samen oder Ableger.
Will man Guavenpflanzen aus Samen ziehen, sollte man vorzugsweise Samen aus großen, wohlschmeckenden Früchten verwenden. Allerdings bringen Pflanzen, die auf diese Art und Weise herangezogen wurden, erst nach 4-5 Jahren eine größere Ernte ein.
Schon bedeutend früher - nach zwei, spätestens drei Jahren - bringen Pflanzen eine nennenswerte Ernte ein, wenn man sie aus Ablegern heranzieht. Die Ableger sollte man von Bäumen nehmen, von denen man weiß. dass sie eine ertragreiche Ernte bringen.

In den Tropen tragen die Guave- Bäume ganzjährig Früchte. In kälteren Gegenden ist überwiegend in den warmen Monaten Erntezeit.
Obwohl die Früchte nachreifen, entfalten unreif gepflückte Früchte nie ihr volles Aroma. Dennoch müssen für den Import aus fernen Ländern die Früchte noch unreif geerntet werden.