Brasilien-Exkursion

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Der Campo Cerrado (Savanne, tropisches Grasland)

Aus Wikipedia:
Als Cerrado, Cerrados oder Campo cerrado bezeichnet man die Savannen Zentral-Brasiliens. Mit einer Fläche von zwei Millionen Quadratkilometern umfassen sie ein Gebiet von der Größe Alaskas. Die Bundesstaaten Goiás, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und Minas Gerais sind von Cerrados bedeckt, ebenso wie Teile von Maranhão, Paraná, Piauí und São Paulo.
Die Cerrados haben ein halbtrockenes Klima mit zwei deutlich getrennten Jahreszeiten. Während der Regenperiode im Oktober bis April (Sommer) fällt ein Großteil der jährlichen Niederschlagsmenge von 1100 bis 2000 mm. In den restlichen fünf Monaten des Jahres (Winter) herrscht Dürre. Die mittlere Jahrestemperatur liegt zwischen 20° und 26° C.

Aus: Vale do Capão (übersetzt von Christoph Bickel):
Der "cerrado" ist das zweite typisch brasilianische Ökosystem. Im "cerrado" mit seinem abwechslungsreichen Relief, herrschen Bäume mit Speicherblättern und gewundenen Stämmen vor.
Einschub: Beispiele sind der Jatobá-do-Cerrado (Hymenaea stigonocarpa Mart., Leguminosae) und verschiedene Annonengewächse, z.B. Annona crassiflora (Araticum), Annonaceae (vgl. unseren Ausflug von Lencóis aus.
Ansonsten ist die Vegetation eher flach und spärlich. Weite Flächen fast ohne Vegetation wechseln sich mit isolierten, nicht sehr hochgewachsenen Wäldern ab. Mit seinen Quellen, die sich zu Flüssen formieren um später größere Wasserläufe zu speisen, ist der Cerrado eine wahre Gabe der Natur.
An den Flussufern befinden sich Bäume, deren Wurzeln an die Umgebung angepasst sind. So kann Strömungen, überschwemmungen und Bodenerosion standgehalten werden. Der Boden ist tief, alt und, wegen seines hohen Säuregehalts, wenig fruchtbar. Er ist reich an Eisen und Aluminium.
Der Cerrado ist reich an exotischen Blumen, aber auch an Pflanzen die medizinisch genutzt werden. Unter den am meisten bekannten befinden sich: die Jurubeba (Solanum paniculatum), der Pau-santo (Trichilia hirta), der Pequizeiro (Caryocar brasiliensis), der Araçá (Psidium guajava), der Pau-terra (Qualea parviflora).

Die Region des Nationalparks, klassifiziert als "campo cerrado" hat ebenfalls besondere Eigenschaften: kleine Bäume, holzige Busch-Vegetation und dichte Teppiche krautiger Pflanzen wechseln sich mit freien Flächen ab.

Der Cerrado ist ohne Zweifel eine der am meist verwüsteten Regionen. Für die intensive Viehzucht werden immer wieder großen Flächen brandgerodet. Außerdem verschmutzen chemische Düngemittel und Pestizide den Boden und das Wasser. Auch der über Jahre intensiv betriebene Diamantenabbau hat durch die Versandung der Flüsse zu großen Umweltschäden geführt.

Aus: Volkmar Wareschi, Vegetationsökologie der Tropen (Verlag E. Ulmer, 1980):
"Die Savanne ist der Widersacher des Waldes. Sie setzt sich ihm gegenüber nur dann durch, wenn der Baumwuchs durch pessimumnahe Bedingungen erschwert wird. Diese Bedingungen können klimatischer Art sein, in monatelangen überschwemmungen bestehen oder durch extreme Armut der Böden gegeben sein. Oft subsumieren sich diese ungünstigen Faktoren und werden in ihrer Wirkung dann noch durch den Menschen, vor allem durch Brand, verstärkt. Die Brände werden oft als natürliche Faktoren eingestuft, weil ja durch Blitzschlag ausgedehnte Flächenbrände entstehen können... Inden Tropen wird erfahrungsgemäß fast immer auf den Menschen als gewollter oder ungewollter Brandstifter zu schließen sein..."

Savanne

Blick in die Savanne, im Hintergrund gelegentlich mit Bäumen durchsetzt ("Obstbaumsavanne"); Unten (Foto: Wolfgang): der Übergang von Cerrado und Caatinga ist hier fließend. Ganz unten: Caatinga (Foto: Wolfgang)



Eindrücke von der Fahrt


Pflanzen, Ökosysteme


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© Susanne Bickel, letzter Eintrag: Samstag, 27. Oktober 2007