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Elkes Bericht |
Fortsetzung (2)
Aber zunächst steht Salvador auf dem Programm, für Rainer ein Albtraum, weil er die Gruppe beisammen halten und vor den gar nicht sehr aufdringlichen Händlern bewahren muss. Zur Unterstützung hat er den liebenswerten Isidoro engagiert. Im Stadtviertel Pelourinho in der Oberstadt, das erst in den 90er Jahren restauriert worden ist, erleben wir ein wenig afro-brasilianisches Leben: Musiker, Maler, Frauen in weißen Reifröcken, Händler mit Nüssen, Ketten, Tüchern; braun und bunt und friedlich. |
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Von der Igreja e Convento de São Francisco erhaschen wir nur einen Blick in den Kreuzgang, dessen Wände mit Azulejos aus Lissabon bedeckt sind. Auf die Führung zu warten, kostet uns zuviel Zeit. So besichtigen wir eine ebenso mit Gold überladende Kirche hinter einer ca1930 freigelegten Barockfassade. Auch dieser Kreuzgang ist ringsum mit Azulejos ausgelegt, die u.a. Lissabon darstellen. |
Es gibt auch chinesische Motive, Vögel, und, reizvoll für uns Botanikfreaks, viele Blumen und Kräuter. Ein Blick aus einem der oberen Fenster zeigt uns eine weitere der 165 Kirchen inmitten eines Häusermeers und enge Gassen mit bunten Häusern. An der riesigen Bahianaskulptur mit Blick auf den Hafen vorbei erreichen wir mit dem Aufzug den großen Mercado, voller Kunsthandwerk: Schmuck, Kleider, Tücher, Hängematten, Holzschalen und last not least Instrumente, die uns kunst- und fingerfertig vorgeführt werden. Der Bus bringt uns entlang dem großen Hafengelände und den Festung ähnlichen Leucht-türmen hinaus aus der Stadt und zurück in das Küstenstädtchen Praia da Forte. Schneeweißer Dünensand reicht bis an die Straße, den Strand säumen hohe Palmen, später fahren wir an Weiden mit weißen und bunten Kühen, Schafen, Ziegen entlang zu Hügelketten, sanft wie Dünen. Als Kakteen auftauchen, gibt's einen Erkundungsgang: gelbe Bodendecker leuchten uns entgegen, Blüten in orange und lila, auf einem abgestorbenen Kaktus gedeiht prächtig eine Bromelie.
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Am Horizont tauchen Bergkegel auf, eine Kette verschieden geformter Granitklumpen: die Chapada Diamantina. Noch fahren wir durch Plantagen mit Zuckerrohr, Kaschu-bäumen, Mangos. Darüber schweben Rabengeier. Es wird hügeliger, mehr Bäume zeugen von vermehrtem Regen, kleine Teiche, vereinzelte Gehöfte, Weideland. Rot ist hier die Erde. über große Flächen erheben sich lauter flache Hügel, sie sollen uralt sein und von längst ausgestorbenen Termiten stammen. Auch an Ästen sieht man Termitenbauten wie Lehmkugeln. 50 km vor Lencois ändert sich die Landschaft spontan. Die Bergkette mit dem "Kamel" ist die echte Chapada Diamantina. |
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