Neu berufene Professorinnen und Professoren

Univ.-Prof. Dr. Arndt Borkhardt
pict Arndt Borkhardt wurde am 2. November 2006 zum Lehrstuhlinhaber für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Immunologie ernannt. Er ist gleichzeitig neuer Direktor der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie.
1963 wurde er im mecklenburgischen Lübz geboren. Nach dem Abitur 1982 in Magdeburg und zwei Jahren Wehrdienst in der NVA begann er 1984 in Magdeburg das Studium an der Medizinischen Akademie. Dort absolvierte er von 1989 bis 1990 das Praktische Jahr mit den Ausbildungsinhalten Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie, außerdem Physiologie am Magdeburger Institut für Neurobiologie und Hirnforschung.
Im Jahr 1990 wurde Arndt Borkhardt Assistenzarzt an der Kinderklinik der Medizinischen Akademie. Seine Promotion erfolgte im selben Jahr. Die Dissertation hatte das Thema Hirnelektrische Korrelate der Gedächtnisbildung.
Von Januar 1991 bis Mai 1992 erhielt er ein molekulargenetisches Forschungsstipendium der Stüssgen-Schmidt-Stiftung für seine Arbeit am Zentrum für Kinderheilkunde der Justus-Liebig-Universität Gießen. 1997 schloss er seine Ausbildung zum Arzt für Kinderheilkunde ab und arbeitete seit 1998 als Oberarzt für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin.
Arndt Borkhardt habilitierte sich im Februar 1999 mit der Arbeit Molekulargenetische Untersuchungen chromosomaler Aberrationen bei Hämatologischen Neoplasien im Kindesalter und erhielt die Venia legendi für das Fach Kinderheilkunde.
Von 1999 bis 2003 arbeitete er als Oberarzt für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie an der Universität Gießen. Im Oktober 2003 nahm er den Ruf auf eine C3-Professur für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie sowie Stammzelltransplantation an der Ludwig- Maximilians-Universität München an.
Im Jahr 2005 wurde er mit der Carus-Medaille ausgezeichnet, die seine erfolgreichen pädiatrisch-onkologischen Studien zur Aufklärung neuer Onkogene und Suppressorgene sowie zur akuten lymphatischen Leukämie im Kindesalter würdigt.
In den Jahren 2005 und 2006 erhielt er Rufe auf Lehrstühle für Allgemeine Kinderheilkunde bzw. Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an den Universitäten Halle, Essen-Duisburg, Jena und Düsseldorf.
Arndt Borkhardt ist verheiratet und hat drei Töchter.

Univ.-Prof. Dr. Helmut Hanenberg
pict Helmut Hanenberg (geboren 1961 in Paris) wurde im Dezember 2005 auf eine Professur für das Fach Pädiatrische Experimentelle Hämatologie berufen.
Seit Beginn seines Medizinstudiums (1982 bis 1988) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fasziniert ihn das Spannungsfeld zwischen ärztlicher Tätigkeit und Grundlagenforschung: So verbrachte er mehrere Monate in einem Krankenhaus in der Serengeti (Tansania, Afrika) und entwickelte danach am Diabetesforschungsinstitut an der Heinrich-Heine-Universität im Rahmen seiner Dissertation ein 3-Stufenmodell zur Pathogenese des Typ 1-Diabetes: Analysen bei der BB/W Ratte. Nach dem Abschluss des Medizinstudiums arbeitete er am Institut für Elektronenmikroskopie und Zellbiologie und absolvierte vom Sommer 1989 bis 1994 eine Ausbildung zum Arzt für Kinderheilkunde an der hiesigen Kinderklinik. Von 1994 bis 1998 erlernte er bei David Williams (Howard Hughes Medical Institute, Indianapolis, USA) das experimentelle Rüstzeug für genetische Manipulationen von Säugerzellen mit retroviralen Gentransfersystemen und erarbeitete die Grundlagen für die Transduktion von Stammzellen auf Fibronektin, einem Molekül der extrazellulären Matrix. 1996 machte er sich als Visiting Scientist am International Fanconi Anemia Registry (Rockefeller University, New York) mit der Fanconi- Anämie als häufigster Form des hereditären Knochenmarkversagens bei Kindern und Jugendlichen vertraut. Nach seiner Rückkehr an die hiesige Kinderklinik erhielt er 1999 die Zulassung als Facharzt für Kinderheilkunde. 2001 erfolgte die Habilitation zum Thema Identifikation und klinische Implikationen der Expression von Adhäsionsmolekülen der Hämatopoese. Nach der Ernennung zum Hochschuldozenten an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und zum Oberarzt an der Klinik für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Immunologie leitet er seit April 2002 das Labor für Stammzelltransplantationund Experimentelle Hämatologie.
Seit seiner Berufung auf die Professur für Pädiatrische Experimentelle Hämatologie konzentriert sich Helmut Hanenberg auf die klinisch-wissenschaftliche Erforschung des genetisch bedingten Knochenmarkversagens. Dabei stehen neben der Erstellung klinischer Richtlinien zur Diagnostik und Behandlung der Fanconi-Anämie insbesondere gentherapeutische Ansätze zur Korrektur der Stammzellen von Fanconi-Anämie-Patienten mit Lentiviren und apathogenen Foamyviren im Vordergrund.
Seit Juni 2006 forscht er zusätzlich eine Woche im Monat als Visiting Professor am Department of Pediatrics am Riley Hospital for Children (Indiana University Medical School, Indianapolis, USA), wo er eine eigene Arbeitsgruppe anleitet. Hier steht die Arbeit an Mausmodellen zur Fanconi-Anämie und zum myelodysplastischem Syndrom im Vordergrund. Helmut Hanenberg meldete vier Patente an; er erhielt acht wissenschaftliche Auszeichnungen und Preise, u.a. für die Identifikation von drei Fanconi- Anämie-Genen. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen auch mehrere Publikationen in Nature Medicine und Nature Genetics. Als Reviewer ist er u.a. für die Zeitschriften Blood und Stem Cells tätig. Helmut Hanenberg ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Univ.-Prof. Dr. Antonia M. Joussen
pict Am 15. August 2006 wurde Antonia M. Joussen zur Lehrstuhlinhaberin für das Fach Augenheilkunde ernannt und ist seitdem Direktorin der Universitätsaugenklinik Düsseldorf.

Sie wurde 1971 in Essen geboren und studierte von 1990 bis 1996 Humanmedizin an den Universitäten Bochum, Heidelberg und Wien. Ein praktisches Jahr absolvierte sie am Moorfields Eye Hospital in London. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung Cusanuswerk.
Ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Augenheilkunde absolvierte sie von 1996 bis 2001 an der Universität Heidelberg, der RWTH Aachen und der Universität zu Köln.
In Heidelberg wurde sie 1996 mit der Arbeit Experimentelle Studien zur farbstoffverstärkten Lasertherapie im Bereich des vorderen Augenabschnittes promoviert. Nach der Promotion war sie bis 1998 als Ärztin im Praktikum und als wissenschaftliche Assistentin an der Universitätsaugenklinik in Heidelberg tätig. Von 1999 bis 2001 arbeitete Antonia M. Joussen im Rahmen eines postdoctoral fellowship am Children’s Hospital der Harvard Medical School in Boston, USA. Im Jahr 2000 war sie Instructor an der dortigen Junior Faculty der Massachussetts Eye and Ear Infirmary. Dieser Aufenthalt wurde gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Juvenile Diabetes Research Foundation.
Im Jahr 2001 erfolgte die Facharztanerkennung für Augenheilkunde. Im selben Jahr wechselte sie an die Universität zu Köln. Hier habilitierte sie sich mit dem Thema Diabetic Retinopathy: Pathophysiology and Treatment Approaches und erhielt die Venia legendi für das Fach Augenheilkunde. Seit 2002 war Antonia M. Joussen an der Universität zu Köln als Funktionsoberärztin für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie tätig. Im Jahr 2003 übernahm sie die Vertretung des Klinikdirektors.
Von 2002 bis 2007 war sie Nachwuchsgruppenleiterin im Emmy-Noether-Programm der DFG. Im Jahr 2006 erhielt sie Rufe auf die Lehrstühle für Augenheilkunde der Universitäten Regensburg, Göttingen und Düsseldorf.
Antonia M. Joussen ist Mitglied in den Editorial Boards verschiedener Fachzeitschriften.

Univ.-Prof. Dr. Benedikt Pannen
pict Benedikt Pannen, 1962 in Weeze am Niederrhein geboren, studierte von 1981 bis 1987 an der RWTH Aachen Humanmedizin. Er wurde am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Philipps-Universität Marburg zum Thema Relevanz von Matrixmolekülen für die Substratadhäsion von Endothelzellen promoviert. Zunächst war er von 1988 bis 1989 als wissenschaftlicher Assistent am Pathologisch-Anatomischen Institut des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig. Schwerpunkt seiner dortigen wissenschaftlichen Aktivitäten waren morphologische Analysen von Verfahren zur Behandlung arteriosklerotischer Gefäßerkrankungen. Im Anschluss daran absolvierte Benedikt Pannen seine klinische Ausbildung an der Anästhesiologischen Universitätsklinik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die er 1993 mit der Anerkennung als Arzt für Anästhesiologie abschloss. Er war danach von 1993 bis 1995 als Postdoctoral Fellow an der Johns Hopkins University im Department of Anesthesia and Critical Care Medicine in Baltimore, USA, tätig. Er erarbeitete dort wesentliche Grundlagen für seine weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragestellungen zur Pathogenese und Prävention des hepatischen Reperfusionsschadens. Dabei standen und stehen Untersuchungen zur Bedeutung gasförmiger Monoxide bei der (Dys- )Regulation der Leberdurchblutung im Vordergrund. Nach seiner Rückkehr an die Anästhesiologische Universitätsklinik Freiburg war er dort zunächst als Facharzt, seit 1999 als Oberarzt und seit 2002 als Geschäftsführender Oberarzt in der Klinikleitung tätig. Benedikt Pannen habilitierte sich 1999 mit einer Arbeit zum Thema Die Bedeutung von Endothelinen und gasförmigen Monoxiden für die Pathogenese schockinduzierter Leberperfusionsstörungen und erhielt die Venia legendi für das Fach Anästhesiologie. Ein weiterer Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit bestand im weiteren Verlauf in der Analyse der molekularen Mechanismen immunmodulatorischer Effekte von Anästhetika. Seine Arbeiten wurden vor allem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, unter anderem auch durch ein Heisenberg-Stipendium, gefördert und mit verschiedenen wissenschaftlichen Preisen (Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie, Clinical Scholar Research Award der European Academy of Anaesthesiology) ausgezeichnet. Im Jahr 2003 schloss er seine intensivmedzinische Ausbildung mit dem Erwerb der Anerkennung der fakultativen Weiterbildung in "Spezieller anästhesiologischer Intensivmedizin" ab. Im Jahr 2004 nahm er den Ruf auf eine C3-Professur für das Fach Anästhesiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg an. Im Jahr 2006 erhielt er zunächst einen Ruf auf den Lehrstuhl für Anästhesiologie (W3) der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, den er ablehnte. Den Ruf auf den Lehrstuhl für Anästhesiologie (W3) an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität nahm er an und ist seit dem 1. Februar 2007 Direktor der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf.

Univ.-Prof. Dr. Jörg Schipper
pictAm 1. September 2006 wurde Univ.-Prof. Dr. Jörg Schipper zum Lehrstuhlinhaber für das Fach Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ernannt. Seit 15. September 2006 ist er auch Ärztlicher Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Düsseldorf.
Jörg Schipper wurde 1963 in Oldenburg geboren und studierte nach dem Abitur von 1983 bis 1989 Medizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und – von 1987 bis 1988 als DAAD-Stipendiat – an der Universität Pittsburgh, USA.
1990 wurde er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promoviert. Das Thema seiner Dissertation lautet Bestimmung der Serum- und Urinosmolalität zur Beurteilung des Wasserhaushalts bei operierten Patienten.
Die Facharztausbildung begann er im Jahr 1989 in Bonn an der Universitäts-HNO- Klinik bei Univ.-Prof. Dr. C. Herberhold. Von 1991 bis 1992 arbeitete er, gefördert durch ein Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft, als Postdoktorand am Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) der Universitätsklinik Essen bei Univ.-Prof. Dr. W. Birchmeier.
Von 1992 bis 1996 war er wissenschaftlicher Assistent/Hochschulassistent an der Universitäts-HNO-Klinik Essen bei Univ.-Prof. Dr. K. Jahnke. Im Jahr 1994 erhielt er die Anerkennung als Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. In den Jahren 1996 bis 2000 arbeitete er als Klinischer Oberarzt an der Universitäts-HNO-Klinik Freiburg bei Univ.-Prof. Dr. R. Laszig. Er erwarb 1997 die Zusatzbezeichnung "Spezielle-Hals-Nasen- Ohren-Chirurgie" und "Plastische Operationen", darüber hinaus im Jahr 1999 die Zusatzbezeichnung "Allergologie".
Im selben Jahr habilitierte sich Jörg Schipper mit einer Arbeit über Tumorbiologische Faktoren der Metastasierung und Tumorprogression bei Kopf-/Halskarzinom.
Von 2000 bis 2006 war er Leitender Klinischer Oberarzt an der Universitäts-HNO-Klinik Freiburg. In den Jahren 2004 und 2005 lehnte er Berufungen auf Lehrstühle an der Universität Maastricht (Niederlande), der Universität des Saarlandes, Homburg, und an der Universität Jena ab.
Schwerpunkte seiner klinischen Arbeit sind die Schädelbasischirurgie, die funktionserhaltende Onkochirurgie, die mikrovaskuläre rekonstruktive Chirurgie, die navigationsgeführte Chirurgie sowie das in-vivo tissue engineering. Wissenschaftliche Schwerpunkte sind die informationsassistierte Chirurgie sowie die molekulargenetische Analyse von Erkrankungen des Innenohrs und im Kopf-/Halsbereich.
Jörg Schipper ist Mitglied in mehr als 20 nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gesellschaften. Er wurde mit mehreren wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet. Dazu gehören: Innovationspreis des BMBF 2004; Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e.V., Deutsche Gesellschaft für Audiologie 2002; Erster Posterpreis, Kongress der Deutschen Gesellschaft für Schädelbasischirurgie, European Skull Base Society 1999.

Univ.-Prof. Dr. Alfons Schnitzler
pictIm April 2006 wurde Alfons Schnitzler auf eine Professur für Neurologie und Neurophysiologie an die Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf berufen. Er leitet den Bereich "Bewegungsstörungen und Neuromodulation" und gleichzeitig die wissenschaftliche Arbeitsgruppe "Systemneurophysiologie und Magnetenzephalographie".
Alfons Schnitzler studierte von 1979 bis 1986 Humanmedizin an der RWTH Aachen, an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der University of Cambridge, Großbritannien. Er erhielt 1986 seine Approbation als Arzt. Im Jahr 1992 wurde er mit der Note summa cum laude promoviert. Der Titel seiner Dissertation lautet Funktionelle Organisation und Klassifikation sympathischer postganglionärer Neurone zu den Beckenorganen der Katze. Alfons Schnitzler habilitierte sich 1998 und erhielt die Venia legendi für das Fach Neurologie und Neurophysiologie. Das Thema der Habilitationsschrift ist Neuromagnetische Untersuchungen zur funktionellen Organisation des sensomotorischen Kortex.
Zwischen 1986 und 1998 war Alfons Schnitzler zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Klinische Pharmakologie der Troponwerke Köln. Danach arbeitete er als Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter zunächst an der Psychiatrischen Klinik und später an der Neurologischen Klinik der Heinrich-Heine-Universität. Forschungsaufenthalte führten ihn 1994 und 1995 nach Kanada und Finnland. Seit 1993 ist er Facharzt für Psychiatrie und seit 1995 auch für Neurologie.
Alfons Schnitzler ist seit 1998 klinischer Oberarzt der Neurologischen Klinik. Er leitet seit 2001 den klinischen Bereich "Bewegungsstörungen und tiefe Hirnstimulation" sowie das Regionalzentrum Düsseldorf im BMBF-Kompetenznetz "Parkinson". 2003 wurde er außerplanmäßiger Professor für Neurologie und Neurophysiologie an der Heinrich-Heine- Universität.
Alfons Schnitzler erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise – angefangen beim ersten Preis des Regionalwettbewerbs "Jugend forscht" 1976 bis zum Heinrich Pette Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie im Jahr 2006. Er ist Mitglied in mehreren fachwissenschaftlichen Gesellschaften. Darüber hinaus ist er wissenschaftlicher Gutachter verschiedener nationaler und internationaler Einrichtungen, unter anderem der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Volkswagenstiftung, der Alexander-von- Humboldt Stiftung sowie von Stiftungen und Organisationen in Italien, Israel, den Niederlanden, Österreich und Großbritannien.

Univ.-Prof. Dr. Georg Winterer
pictIm Mai 2006 wurde Georg Winterer auf eine W2-Professur an die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität berufen. Sein Verantwortungsbereich umfasst seitdem unter anderem die Institutsambulanzen und Polikliniken.
Georg Winterer studierte von 1982 bis 1987 Medizin an der Freien Universität (FU) Berlin, wo er nach Famulatur in London und Praktischem Jahr in Madrid und Berlin im Jahr 1989 das dritte Staatsexamen ablegte. Er wurde 1991 promoviert, ebenfalls an der FU Berlin. 1995 wurde er Facharzt für Psychiatrie mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie (1997). Georg Winterer erwarb von 1992 bis zum Jahr 2000 mehrere weitere Zusatzzertifikate, darunter die United States Medical Licensure Examination. 1990 wurde er bei der Ärztekammer Brandenburg als Arzt approbiert.
Von 1995 bis 1998 war Georg Winterer als Funktionsoberarzt an der Psychiatrischen Klinik der FU Berlin und psychiatrischer Gutachter beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen Berlin-Brandenburg e.V. tätig. Zwischen 1998 und 2006 war er Leitender Arzt der Schizophrenie-Forschungsstation und später der Schizophrenie-Ambulanz, beide am National Institute of Mental Health in Bethesda, USA.
Georg Winterer habilitierte sich im Jahr 2001 an der FU Berlin. 2003 folgte die Umhabilitation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo er bis 2005 als Klinischer Oberarzt der dortigen Psychiatrischen Klinik tätig war.
In seinen zahlreichen Forschungsprojekten manifestiert sich der Schwerpunkt der Schizophrenie- sowie der Suchtforschung. Georg Winterer ist seit 2006 Koordinator des Schwerpunktprogramms 1226 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) "Nikotin: Molekulare und Physiologische ZNS-Effekte". Sein gegenwärtiger Forschungsschwerpunkt sind die molekulargenetischen und pharmakologischen Grundlagen des zerebralen Aufmerksamkeitsnetzwerkes bei Schizophrenie und Abhängigkeitserkrankungen.
Georg Winterer erhielt mehrere wissenschaftliche Preise, zuletzt 2006 den Hormosan Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde. Er ist Reviewer bei verschiedenen psychiatrischen Fachzeitschriften und Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften.

Heinrich-Heine-Universität, Universitätsstr.1, 40225 Düsseldorf, Nummer der Telefonzentrale 0211/81-00
Letzte Änderung: 13.01.2010, 16:12
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