Vorbemerkung
Im Jahrbuch der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 2001, das nach längerer Unterbrechung als erster Band Neuer Folge erschien, hat die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) ihre Aufgaben, ihre Struktur und ihre mittelfristigen Ziele dargestellt.2 In diesem zweiten Beitrag möchte sie – entsprechend der Idee, dass das Jahrbuch auch "als Gedächtnisort der Innovationen und des Fortschritts [... ]"3 diene –, ihre im Jahre 2002 neu entwickelten und bereitgestellten Dienstleistungen der universitären Öffentlichkeit zusammenhängend vorstellen und für eine spätere Aufzeichnung ihrer eigenen Geschichte aufbewahren. Im Mittelpunkt der Aktivitäten standen 2002 die Einführung des Bibliotheksverwaltungssystems "Aleph 500", die einen Innovationsschub im Bereich Service auslöste, die Neugestaltung des Web-Auftritts, die Einrichtung eines Medien- und Dokumentenservers und die Vermehrung der elektronischen Angebote.
Bibliotheksverwaltungssystem Aleph 500
Das Jahr 2002 stand in der ULB ganz im Zeichen der Einführung des neuen integrierten Bibliotheksverwaltungssystems Aleph 500. Im Januar wurde die Erwerbung der Monografien und Zeitschriften auf das neue System umgestellt, im September die Ausleihe und Fernleihe. Die Katalogisierung war bereits im Zuge der Implementierung von Aleph im Verbund durch das Hochschulbibliothekszentrum (HBZ) in Köln im April 2000 migriert, so dass für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Abteilung nur wenige Veränderungen entstanden.
Die Einführung von Aleph 500 erfolgte im Rahmen eines Konsortiums gemeinsam mit den Universitätsbibliotheken Duisburg, Essen, Hagen, Siegen und Trier. Dadurch konnte beim Hersteller des Produkts, der Firma Ex Libris in Hamburg, eine deutliche Rabattierung erreicht werden. Die Kosten für Hard- und Software, Schulungen und Beratungen beliefen sich insgesamt auf ca. 770.000 €. Da der von der ULB im Herbst 2000 gestellte Antrag auf Finanzierung im Rahmen des Hochschulbauförderungsgesetzes positiv entschieden worden war, wurden 83 Prozent der Kosten vom Land Nordrhein- Westfalen und vom Bund getragen; 17 Prozent der Gesamtsumme entfielen auf die Heinrich-Heine-Universität.
Durch die lange, gute Vorbereitung – bereits im Herbst 2000 wurden eine Projektmanagementgruppe unter Leitung des DV-Dezernenten sowie fünf sachbezogene Arbeitsgruppen eingerichtet – und das große Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlief die Migration, von den Nutzerinnen und Nutzern nahezu unbemerkt, relativ reibungslos. Wirklich gravierende Probleme traten zu keiner Zeit auf, obgleich die ULB sich in Bezug auf die Ausleihe für die risikoreichere Variante des Umstiegs, die komplette Migration der sehr sensiblen Personen- und Ausleihdaten, anstelle des auch möglich gewesenen mehrmonatigen Parallelbetriebs des alten und neuen Systems entschieden hatte.
Zu der umsichtigen Vorbereitung gehörte auch die intensive Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Allein 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralbibliothek und der Fachbibliotheken wurden in der Anwendung des Erwerbungsmoduls geschult, 19 andere erlernten die Bedienung des Ausleih- und Fernleihmoduls.
Die Umstellung auf ein modernes, nationalen und internationalen Standards entsprechendes Bibliotheksverwaltungssystem stellte ein dringendes Desiderat dar, um das hohe Niveau der Dienstleistungen der ULB zu erhalten und zeitgemäß auszubauen. In den einzelnen Abteilungen der ULB waren vor der Migration unterschiedliche, bereits insuffiziente DV-Systeme im Einsatz – zum Teil proprietäre Entwicklungen, die völlig unabhängig voneinander arbeiteten. In der Pflege und Wartung waren diese Systeme sehr aufwändig, da sie auf verschiedenen Hardware- und Software-Plattformen basierten und von verschiedenen Herstellern stammten. Das noch auf DOS basierende Ausleihsystem "Babsy" war bereits völlig veraltet und wurde schon seit langem nicht mehr weiterentwickelt. Den ständig steigenden Anforderungen an eine moderne Ausleihverwaltung und ein kostensparendes Benachrichtigungssystem war es nicht gewachsen: Moderne Module, wie zum Beispiel eine automatische Fernleihkomponente, waren nicht integrierbar.
Verbesserte Dienstleistungen des Benutzerkatalogs
Mit der Einführung des neuen, leistungsfähigen Bibliotheksverwaltungssystems konnte die Bibliothek zahlreiche interne Prozesse rationalisieren und ihre bisherigen Dienstleistungen optimieren. Am deutlichsten zeigt sich das an der Verbesserung des Benutzerkatalogs. Während vor der Umstellung auf Aleph 500 zwei Kataloge mit unterschiedlicher Oberfläche und Syntax angeboten werden mussten, um das komplette Spektrum der Dienstleistungen zu präsentieren, werden jetzt alle Angebote in einem Katalog gebündelt. Früher mussten für die Aktualisierung die Daten aus der Verbunddatenbank des HBZ offline eingespielt werden, was günstigstenfalls in einem Zwei-Wochen-Turnus geschah, jetzt bietet die ULB ihren Nutzerinnen und Nutzern einen tagesaktuellen Katalog an. Dieser enthält nun das gesamte Medienangebot der Bibliothek unabhängig von der physischen Form und der Mediengattung. Das heißt, anders als vor der Migration sind zum Beispiel auch alle Zeitungen und elektronischen Ressourcen inklusive der direkten Verlinkung auf die Volltexte enthalten. Darüber hinaus weist der Katalog auch Medien nach, die gerade erst beim Buchhändler bestellt wurden oder sich noch im bibliotheksinternen Geschäftsgang befinden, also inventarisiert oder katalogisiert werden. Dieser frühe Nachweis noch nicht zur Ausleihe bereitstehender Medien unterstützt zum einen sehr wirkungsvoll die Koordinierung der Erwerbung und damit die Vermeidung doppelter Bestellungen. Zum anderen erspart der Hinweis auf bestellte, gerade eingegangene oder beim Buchbinder befindliche Werke den Nutzerinnen und Nutzern unnötige Erwerbungsvorschläge oder Fernleihbestellungen. Zudem fordern die Nutzer seit langem Informationen darüber, ob ein Medium überhaupt ausleihbar ist oder nicht. Dies war vor der Umstellung nur direkt am Standort in Form eines eingestempelten Hinweises erkennbar; jetzt enthält bereits der OPAC-Eintrag diese Information, was insbesondere für Recherchen und Bestellungen vom heimischen Arbeitsplatz aus wichtig und sinnvoll ist. Aktueller und vollständiger ist auch der Nachweis von Zeitschriften. Durch die Führung eines so genannten "Online-Kardex" werden Informationen über den Eingang von Zeitschriftenheften in den OPAC übernommen, so dass diejenigen, die darauf angewiesen sind, stets den aktuellsten Forschungsstand ihres Faches zu kennen, sich ohne Hilfe der Bibliothekare, ohne zeitaufwändige Nachfragen, jederzeit, auch von zu Hause aus, kundig machen können.
Die Online-Fernleihe
Die Implementierung von Aleph 500 war auch Voraussetzung für die Einführung der Online-Fernleihe im Herbst 2002; das alte Ausleihsystem Babsy hätte den hierfür erforderlichen Austausch von Daten zwischen Verbund- und Lokalsystem nicht unterstützt. Neu gegenüber der vorangegangenen Praxis ist, dass Fernleihbestellungen jetzt nicht mehr nur elektronisch aufgegeben, sondern auch elektronisch an Bibliotheken weitergeleitet und bearbeitet werden. Dadurch wird in den meisten Fällen eine deutliche Verkürzung der Lieferzeit erreicht, die Nutzerinnen und Nutzer erhalten die gewünschten Medien wesentlich schneller als in der Vergangenheit. Darüber hinaus ist es möglich, den Weg einer Bestellung zu verfolgen und festzustellen, an welche Bibliothek die Bestellung gerichtet wurde bzw. wann mit einer positiven Erledigung zu rechnen ist. Der Fernleihvorgang ist also insgesamt transparenter und schneller und damit kundenfreundlicher gestaltet worden. Ein weiteres Plus ist, dass Bestellungen nicht nur im Anschluss an eine Recherche im Online-Katalog, sondern auch im Anschluss an eine thematische Suche in Fachdatenbanken aufgegeben werden können.
Web-Auftritt
Bereits seit 1995 bietet die ULB Fachinformationen und Informationen über ihre Serviceangebote im World Wide Web an. Seit diesem Zeitpunkt ist sowohl die Zahl der angebotenen Seiten als auch die der Benutzer stetig gestiegen. Zurzeit sind über 500 Dokumente verfügbar; die Zugriffe liegen bei etwa drei Millionen pro Jahr. Das WWW-Angebot präsentierte sich dem Benutzer seit 1995 in einem unveränderten Layout, obgleich die Vermehrung der Informationen zu einer sehr heterogenen Struktur mit einem hohen Anteil an redundanter Information geführt hatte. Durch die Verteilung auf verschiedene physikalische Server und den Einsatz mehrerer Betriebssysteme und Programmiersprachen wurde die Pflege der Seiten immer aufwändiger. Da auch das Design schon lange nicht mehr zeitgemäß war, schien eine Neustrukturierung des gesamten Angebots unumgänglich. Ziele dieser Umstrukturierung waren die softwaregestützte Fortführung der Web-Präsenz, ein einheitliches Layout, Ausbaufähigkeit und eine möglichst kostengünstige Umsetzung. Im Interesse eines besseren Handlings für die Nutzerinnen und Nutzer sollten die Seiten übersichtlicher gestaltet und die Navigation erleichtert werden.
Zur Umsetzung bot sich der Einsatz eines Web-Content-Managementsystems an. Nach gründlichen Vorüberlegungen kamen dafür entweder ein auf Microsoft Frontpage oder ein auf ZOPE basierendes System in Frage. Die Frontpage-Lösung als Teil des aktuellen Microsoft .net-Frameworks bietet einerseits den Vorteil guter Einbindung in vorhandene Desktopanwendungen sowie den Support durch Hersteller und Drittanbieter, andererseits handelt es sich um ein proprietäres System ohne echte Multiuserfähigkeiten, für das neben hohen Softwarekosten auch die Anschaffung eines eigenen Servers unter Windows 2000 notwendig gewesen wäre. Bei dem Open-Source-Produkt ZOPE handelt es sich um einen in der Programmiersprache Python entwickelten Web-Application-Server, der für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar ist. Ein Grundgedanke von ZOPE ist die Erweiterbarkeit durch externe Produkte (Applications), gefördert durch die freie Verfügbarkeit der Programmquellen, der API-Dokumentation und der zugrunde liegenden Sprache Python. So verwundert es nicht, dass mittlerweile mehr als 700 ZOPE-Produkte existieren, deren überwiegende Mehrheit ebenfalls frei im Internet verfügbar ist. ZOPE und insbesondere Python können als Vorzeigeobjekte der Open-Source-Gemeinde angesehen werden, eine stetige Weiterentwicklung und Anpassung an neue Technologien ist somit sichergestellt.
Aus diversen Gründen hat sich die ULB nach umfangreichen Tests für ZOPE entschieden: Erstens bietet ZOPE bereits in seiner Grundfunktionalität die Möglichkeit, Webseiten dynamisch durch Formatvorlagen (Templates) zu erstellen, so dass Layout und Inhalt voneinander getrennt gepflegt werden können. Das hat den Vorteil, dass die Webseitenredakteure nur noch mit der Erstellung der Inhalte befasst sind, während das vorgegebene Design ohne individuellen Gestaltungsaufwand einen harmonischen Gesamteindruck erzeugt. Zweitens verfügt ZOPE über ein fein abstimmbares Rechte- und Rollensystem, so dass einerseits jedem Redakteur eigene Bereiche überantwortet, andererseits Zugriffe von außen strikt reglementiert werden können, wie es etwa für den Betrieb eines geschützten Intranets unabdingbar ist. Drittens ist zu nennen, dass das Universitätsrechenzentrum (URZ) bereits seit Anfang 2002 ZOPE auf einem SUN-Enterprise-Server installiert hat, den die ULB ohne weiteren Aufwand mitbenutzen kann. Somit entfielen die Kosten für die Anschaffung und der personelle Aufwand für den Betrieb eines eigenen Servers. Insgesamt konnte die Umsetzung durch Partizipation an dem im URZ vorhandenen Know-how beschleunigt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das gesamte System mittels eines normalen Web-Browsers, wie er heutzutage auf allen Rechnern zu finden ist, via HTTP bedient werden kann. Die Installation zusätzlicher Software für die Redakteure ist daher nicht notwendig.
Bei der Umsetzung des neuen WWW-Angebots der ULB wurde der gesamte Inhalt neu gegliedert und in einer hierarchischen Verzeichnisstruktur abgebildet. Weiterhin wurden alle gut strukturierbaren Informationen, zum Beispiel Mitarbeiter- und Telefonlisten, in einer SQL-Datenbank abgelegt, um Redundanzen so weit wie möglich zu vermeiden. Dadurch verringert sich der Pflegeaufwand, und die Daten auf den Webseiten sind immer aktuell. Die neue Verzeichnisstruktur spiegelt sich nun auch in der Navigation wider, die aus einer statischen Hauptnavigation im Seitenkopf und einer dynamischen Subnavigationsleiste im linken Seitenbereich besteht. Diese Subnavigation passt sich den jeweils angezeigten Inhalten an. Sie unterstützt nicht nur ein einfaches Handling, sondern trägt auch entscheidend zur Übersichtlichkeit bei, da der Besucher stets erkennen kann, in welchem Bereich er sich gerade aufhält. Die Programmierung der Navigationsleisten wurde, genau wie das Design, einmalig für die gesamte Site umgesetzt und ist so für den Redakteur einer Seite völlig transparent. Durch diese "Zentralisierung" können spätere Anpassungen ohne größeren Aufwand bewerkstelligt werden. Dieser Fall konnte bereits anhand der Einführung eines neuen Corporate Design der Heinrich-Heine-Universität im Netz getestet werden: Die dazu notwendigen Änderungen des Designs waren innerhalb kürzester Zeit realisiert und damit für alle Seiten innerhalb des ZOPE-Servers aktiv.
Die Resonanz auf das neue System bei den Redakteuren der Website ist durchgängig positiv. Die Einarbeitung wurde durch hausinterne dreistündige Schulungen erleichtert, in denen das Konzept erläutert und erste Schritte unter Anleitung vollzogen wurden. Da der Umgang mit ZOPE einem einheitlichen und übersichtlichen Konzept folgt, waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter relativ schnell mit dem System vertraut und empfanden es durchweg als angenehmes und erleichterndes Hilfsmittel zur Pflege ihrer Inhalte.
Die Freischaltung des neuen Web-Designs der ULB erfolgte am 12. Mai 2003, drei Tage vor Redaktionsschluss für diesen Beitrag. Über die Resonanz bei den Nutzerinnen und Nutzern kann daher noch nicht berichtet werden. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die größere Transparenz der Form und der Inhalte gut angenommen werden wird.
Einrichtung und Betrieb eines Dokumenten- und Medienservers
Die Krise der wissenschaftlichen Informationsversorgung veranlasst immer mehr Hochschulen, über die Gründung eines eigenen Verlages nachzudenken, durch den die eigenverlegerischen Tätigkeiten der Fakultäten und zentralen Einrichtungen gebündelt werden. Bibliotheken können immer weniger der weltweit wachsenden wissenschaftlichen Publikationen kaufen, weil ihre Etats von den rapide steigenden Preisen der STM-Zeitschriften (Science, Technology, Medicine) aufgezehrt werden. Deshalb befürwortet die Hochschulrektorenkonferenz in ihrer jüngsten Empfehlung zur Neuausrichtung des Informations- und Publikationssystems der deutschen Hochschulen4 als infrastrukturelle Maßnahme den Auf- und Ausbau von Hochschulservern für das elektronische Publizieren von und die Versorgung mit wissenschaftlichen Medien. Die ULB und das URZ der Heinrich-Heine-Universität planen daher den gemeinsamen Betrieb eines Dokumenten- und Medienservers, um allen Angehörigen der Hochschule die Nutzung elektronischer Kommunikation und Publikation zu ermöglichen. Die spezifischen Vorteile der elektronischen Publikation liegen u. a. in der direkten, ortsunabhängigen Verfügbarkeit, den geringeren Publikationskosten und der Möglichkeit, Multimediaelemente, Bild- und Tonmaterial sowie Hyperlinks einzubinden. Durch die Koordinierung der Hochschulaktivitäten und Anbindung an die zentralen Einrichtungen können einerseits eine den technischen Möglichkeiten entsprechende längerfristige Archivierung unter einer dauerhaften WWW-Adresse, die gezielte Wiederauffindbarkeit durch Verzeichnung im Online-Katalog der Bibliothek und eine weltweite Verfügbarkeit durch Berücksichtigung internationaler Standards (Open Archives Initiative, Dublin Core) bei den Erschließungsdaten erreicht werden.
Für die Akzeptanz eines Dokumenten- und Medienservers sind darüber hinaus die Etablierung alternativer Bewertungsformen zur Qualitätssicherung der Veröffentlichungen und ein einfaches technisches Handling für die Autoren erforderlich. Für nicht publikationsreife bzw. nur lokalen Lehr- und Studienzwecken dienende Materialien wird die Möglichkeit zur Bildung geschlossener Benutzergruppen vorgesehen. Die bereitzustellenden Inhalte umfassen grundsätzlich alle an der Heinrich-Heine-Universität produzierten Dokumente und Medien, insbesondere Aufsätze, Proceedings, Dissertationen und Habilitationen, E-Learning-Materialien, die Schriftenreihe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf und das Jahrbuch der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf. Sofern auf eine Veröffentlichung in etablierten Publikationsorganen nicht verzichtet werden soll, ist mit den Verlagen zu vereinbaren, ob sie einer gleichzeitigen, zeitlich verzögerten oder einer auf bestimmte Nutzergruppen beschränkten Sekundärpublikation auf dem Dokumentenserver der Heinrich-Heine- Universität zustimmen.
E-Learning
Es ist Aufgabe der Bibliotheken, Medien aller Art – konventionelle und elektronische – zu erwerben, zugänglich zu machen und zu archivieren. Die Produktion wissenschaftlicher Ergebnisse ist Aufgabe der Wissenschaftler. In einem Fall durchbricht die ULB diese tradierte Form der Arbeitsteilung. Zusammen mit der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität arbeitet sie im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Entwicklung, Distribution und Evaluation einer hypermedialen Lernumgebung "Physik für Mediziner".5 Diese Kooperation hat bundesweit Modellcharakter und könnte für den Bereich der Neuen Medien in Zukunft zum Standard werden. Die Lernumgebung zeichnet sich durch ein innovatives technisches und didaktisches Konzept aus und hebt sich insbesondere durch ein hohes Maß an Interaktivität von anderen computergestützten Lernsystemen desselben Inhaltsbereiches ab. Seit dem Sommersemester 2001 wird sie im Rahmen von Feld- und Laborstudien in der Medizinerausbildung in Düsseldorf praktisch erprobt. Schon jetzt zeigt sich, dass Studierende die durch die Online-Nutzung mögliche Flexibilisierung der Lernzeiten ausgesprochen gut annehmen. Nur ca. 27 Prozent der gesamten Nutzungszeit entfallen auf die üblichen Vorlesungs- und Praktikumszeiten, wohingegen ca. 30 Prozent außerhalb der Bibliotheksöffnungszeiten liegen. Daraus lässt sich schließen, dass dieses Angebot, das Arbeiten vom eigenen PC aus ermöglicht, den Bedürfnissen der Studierenden sehr entgegenkommt und ganz wesentlich zur Akzeptanz beiträgt. Das Produkt wurde auf zahlreichen Messen und Kongressen sowie im Rahmen von zwei Workshops, die die Projektträger in der ULB veranstalteten, bekannt gemacht. Auf der Basis eines kürzlich erstellten Businessplans und persönlicher Schreiben an die Studiendekane der Medizinischen Fakultäten in Deutschland wird auch der praktische Einsatz außerhalb Düsseldorfs vorangetrieben.
Alles online?
Die ULB hat im Vergleich zu anderen Bibliotheken sehr früh mit der elektronischen Verzeichnung ihrer Neuerwerbungen begonnen. Die naturwissenschaftlichen Bestände sind seit 1972, die geistes- und sozialwissenschaftlichen Bestände seit 1981 DV-gestützt katalogisiert worden und können weltweit bequem von jedem PC-Arbeitsplatz aus recherchiert werden. Der von der Vorgängereinrichtung, der ehemaligen Landes- und Stadtbibliothek, übernommene wissenschaftlich wertvolle Bestand im Umfang von etwa 500.000 Bänden war jedoch lange nur durch einen in der Zentralbibliothek aufgestellten Zettelkatalog zugänglich. Je mehr die Online-Katalogisierung fortschritt und die Benutzer sich daran gewöhnten, fiel dieser Katalogsplit – der Unterschied zwischen einem an einen physischen Ort gebundenen Nachweisinstrument und den flexibel nutzbaren modernen elektronischen Katalogen – negativ ins Gewicht. Daher wurden in vielen Bibliotheken Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre so genannte Retrokonversionsprojekte initiiert, deren Ziel es war, die alten Zettelkataloge in die modernen OPACs zu überführen, damit der Nutzer in einem Schritt die gesamte am Ort verfügbare Literatur ermitteln kann. Zwischen 1993 und 1997 rekatalogisierte die ULB mit eigenen Kräften 350.000 Bände aus dem Freihandbestand der Zentralbibliothek sowie der Fachbibliotheken Philosophie und Romanistik. Danach planten und realisierten die über umfangreiche Altbestände verfügenden Bibliotheken Aachen, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Münster zusammen mit dem HBZ und mit vorbildlicher finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung ein gemeinsames Konversionsprojekt, das es ermöglichte, noch effizienter vorzugehen. Unter anderem mit Unterstützung studentischer Hilfskräfte konnte die ULB durch diese zweite Maßnahme weitere 420.000 Bände retrokonvertieren. Insgesamt sind zurzeit etwa 80 Prozent ihres Bestandes elektronisch nachgewiesen. Der Online-Katalog der ULB weist jetzt eine Million Titel in ca. 1,5 Millionen Bänden nach. Enthalten sind alle Bestände der Zentralbibliothek und der Fachbibliotheken seit 1981, 770.000 Bände des Altbestandes, außerdem Zeitschriften, CDs, CD-ROMs, Videos, DVDs und Kunstobjekte. Trotz großer personeller Probleme arbeiten auch jetzt noch mehrere Mitarbeiter der ULB an der Vollendung dieses sehr ehrgeizigen Projekts. Bei den verbliebenen Titeln handelt es sich in den meisten Fällen jedoch um sehr schwierige, stets zurückgestellte Aufnahmen, die nicht mehr von Hilfskräften erfasst werden können. In absehbarer Zeit werden also alle Bestände der ULB von jedem PC-Arbeitsplatz aus weltweit komfortabel nach formalen und inhaltlichen Kriterien in einem einzigen Katalog recherchierbar sein.
Handschriftenfragmente im Internet
Bei einer Bestandssichtung im Tresor der ULB entdeckte ein Mitarbeiter Ende 2001 unter den 1.500 bislang schlecht verzeichneten handschriftlichen Fragmenten aus dem frühen achten bis 16. Jahrhundert unbekanntes frühmittelalterliches Material. Rasch stellte sich heraus, dass der wissenschaftliche Wert dieses Fundus in diametralem Gegensatz zu seinem Bekanntheitsgrad und der Verzeichnungssituation steht: Er enthält mehrheitlich unbekannte Überlieferungen mittelalterlicher Texte aus fast allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Zu nennen wären unter anderen klassische, mittellateinische, romanische und germanische Philologie, Patrologie, Liturgik, Kanonistik, römisches Recht, Hagiographie, Philosophie, Musikwissenschaft, Kunst- und Kulturgeschichte, aber auch Judaistik und Gräzistik. Besonders zu betonen ist die paläographische Bedeutung der Dokumente mit Blick auf die insulare Schriftkultur des achten Jahrhunderts. Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte die ULB die Öffentlichkeit über diesen Fund, dessen Bedeutung dann in zahlreichen regionalen und überregionalen Zeitungen sowie im Magazin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 6 breit dargestellt wurde. Auch wissenschaftliche Interpretationen sind bereits publiziert7 bzw. befinden sich in Vorbereitung. Der Fund ist so bedeutend, dass die DFG Ende 2002 Mittel für die Inventarisierung, inhaltliche Erschließung, Digitalisierung und Präsentation im World-Wide-Web bewilligte. In naher Zukunft wird also weltweit über die Düsseldorfer Handschriftenfragmente geforscht werden können.
Fach im Focus: neue Vorlesungsreihe der ULB
Im angloamerikanischen Umfeld ist die Vermittlung von Information Literacy seit langem als Bestandteil der Hochschullehre etabliert. Auch in Deutschland wird diese Fähigkeit inzwischen als eine wesentliche Schlüsselqualifikation erkannt, die im Rahmen des Studiums zu vermitteln ist. Eine Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat erhebliche Defizite in diesem Bereich sowohl bei den Studierenden als auch bei den Lehrenden festgestellt.8
Aus diesem Grund startete die ULB eine neue Initiative und bot im Wintersemester 2002/2003 eine Vorlesungsreihe mit dem Titel "Fach im Focus" an. In diesem Rahmen gaben die Fachreferentinnen und Fachreferenten in ein- bis zweistündigen Veranstaltungen Einführungen in die wichtigsten elektronischen Rechercheinstrumente ihres Faches. Die Resonanz auf dieses Angebot, das durch Plakatierung, persönliche Schreiben an die Fakultäten und über den Newsletter der ULB bekannt gemacht wurde, war sehr unterschiedlich. Sie reichte von einem Teilnehmer im Fach Mathematik bis zu 35 Teilnehmern im Fach Rechtswissenschaft. Generell lässt sich sagen, dass das Interesse an den Einführungen für die Geistes- und Sozialwissenschaften größer war als das an den Einführungen für die Naturwissenschaften, was einerseits auf die höheren Studierendenzahlen und andererseits darauf zurückzuführen ist, dass der Umgang mit den elektronischen Medien für die Naturwissenschaftler wohl bereits selbstverständlicher ist. Fächer, die im ersten Zyklus noch nicht berücksichtigt werden konnten, wie zum Beispiel die Wirtschaftswissenschaften, die Pharmazie, die Biologie und die Kunstwissenschaften, werden wegen großer Nachfrage im Sommersemester 2003 bzw. im Wintersemester 2003/2004 integriert. Mit Hilfe von Bewertungsbögen, die am Ende der Veranstaltungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgefüllt werden, wird die Konzeption laufend den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer angepasst werden.
Der Erfolg dieses neuen Angebots der ULB hängt u. a. ab von der Einsicht der Studierenden, dass gute Kenntnisse auf dem Gebiet der Informationsrecherche eine Schlüsselqualifikation sowohl für ihren Studienerfolg wie für ihre berufliche Karriere darstellen. Die bisherige Erfahrung zeigt jedoch, dass diese letztlich unverbindlichen Angebote der Bibliotheken nicht in ausreichendem Maße angenommen werden. Besser wäre es, das Erlernen und Erarbeiten der notwendigen Kenntnisse und Techniken nach dem Vorbild der Universitäten Freiburg und Münster in den Studienordnungen als Pflichtveranstaltungen zu verankern, damit sie systematisch und überprüfbar angeeignet werden. Die Schaffung neuer Bachelor- und Masterstudiengänge an der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität bietet dazu gerade jetzt eine einmalige Chance.
Virtuelle Fachbibliotheken und Informationsverbünde
Die Versorgung von Forschung und Lehre mit Literatur erfolgt in Deutschland traditionellerweise auf der Basis eines kooperativen Netzwerks lokaler, regionaler und nationaler Einrichtungen. Die lokalen Hochschulbibliotheken sind für die Grundversorgung ihrer Wissenschaftler zuständig, während die Spitzenversorgung durch die Sammelschwerpunktbibliotheken sichergestellt werden soll, die mit Unterstützung der DFG hochspezielle und ausländische monografisch und periodisch erscheinende Literatur erwerben, die dann per Fernleihe an jedem Ort bereitgestellt werden kann. Für die Versorgung anwendungsnaher und praxisorientierter Gebiete wie der Ingenieurwissenschaften, der Landbauwissenschaften, der Wirtschaftswissenschaften und der Medizin wurden darüber hinaus zentrale Fachbibliotheken aufgebaut. Die Bedeutungszunahme der digitalen Medien sowie die gestiegenen Anforderungen an Aktualität und Verfügbarkeit haben die DFG schon 1998 veranlasst, aufbauend auf den etablierten Sondersammlungsstrukturen die Bildung Virtueller Fachbibliotheken anzuregen, deren Aufgabe es ist, elektronische Zugriffs-, Bestell- und Liefermöglichkeiten für fachrelevante Materialien und Informationen der DFG-Sondersammelgebiete zu konzipieren, die von jedem beliebigen Wissenschaftlerarbeitsplatz in Deutschland aus genutzt werden können. Von ihrem Ziel, einen gesicherten Zugriff auf alle relevanten gedruckten und elektronischen Ressourcen zu bieten, sind die meisten Virtuellen Fachbibliotheken zurzeit noch weit entfernt.
Die Verbesserung des Zugangs zu weltweit verteilter digitaler Information ist auch das erklärte Ziel der Fachinformationspolitik der Bundesregierung. In der Studie "Zukunft der wissenschaftlichen und technischen Information in Deutschland" hat sie den konkreten Handlungsbedarf klären lassen und unter dem Titel "Information vernetzen – Wissen aktivieren" die Eckpunkte der künftigen Förderpolitik dargestellt.9 Ausgehend von den analysierten Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer nach einem umfassenden und ungehinderten Informationszugang zu möglichst einfachen Bedingungen (One-Stop-Shopping) fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Anfang 2000 den Aufbau von fachbezogenen Informationsverbünden, die im Kern darauf ausgerichtet sind, im Zuge einer fachbezogenen Informationsrecherche in einschlägigen Nachweissystemen auch den direkten Zugang zum elektronischen Volltext zu ermöglichen. Realisiert werden soll dieses Angebot zunächst für die Wirtschaftswissenschaften und die Wirtschaftspraxis (ECONDOC),10 für Naturwissenschaft und Technik (GETINFO),11 für Medizin (MEDPILOT)12 sowie für Bildung, Sozialwissenschaften und Psychologie (INFOCONNEX).13
Um lokal wirklich sinnvoll eingebunden und genutzt werden zu können, ist es erforderlich, dass diese zentralen Informationsangebote mit Verfügbarkeitsrecherchen verknüpft werden, die auch auf die lokalen Bestände verweisen. Sie müssen darüber hinaus stärker modular konzipiert werden, damit sie in lokale Fachsichten integriert werden können. Sie müssen transparent sein in Bezug auf ihr inhaltliches Profil, um – wenigstens mittelfristig kalkulierbar – lokale Ressourcen verlässlich zu ersetzen.
Die ULB beobachtet diese Aktivitäten der DFG und des BMBF, informiert ihre Klientel regelmäßig über die Entwicklung und stellt wichtige Links im Rahmen der Düsseldorfer Virtuellen Bibliothek fachlich gegliedert zur Nutzung bereit.
Verlängerung der Öffnungszeiten
In den Monaten Juni bis August 2001 wurden in der ULB sowie in 14 anderen Universitätsbibliotheken in Nordrhein-Westfalen in einem bislang einmaligen Projekt 12.500 Besucher nach ihrer Zufriedenheit mit den Dienstleistungen der jeweiligen Bibliothek befragt. Die ULB erzielte bei dieser Umfrage insgesamt ein sehr gutes Ergebnis. Besonders hervorgehoben wurden von den Nutzerinnen und Nutzern die hohe Qualität des Schulungsangebots, die schnelle Bereitstellung der Magazinbücher, die Transparenz der Kataloge sowie die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bemängelt wurden von über 40 Prozent der studentischen Benutzer die zu geringen Öffnungszeiten der Zentralbibliothek. Gewünscht wird eine frühere Öffnung (8 statt bisher 9 Uhr), eine längere Öffnung in den Abendstunden an den Wochentagen Montag bis Freitag (22 statt bisher 20 Uhr) und eine längere Öffnung am Wochenende. Da den Öffnungszeiten eine hohe Bedeutung für die Gesamtzufriedenheit mit den Dienstleistungen zukommt, wird die Bibliothek diesen Wünschen nachkommen. Sie wird ab August 2003 ihre Öffnungszeiten mit Hilfe eines Wach- und Schließdienstes abends bis 22 Uhr und samstags bis 18 Uhr verlängern. Darüber hinaus wird die ULB erstmals seit ihrem Bestehen auch sonntags von 13 bis 20 Uhr geöffnet sein. Insgesamt bedeutet dies eine Erhöhung der Öffnungszeiten um 22 Stunden pro Woche, das sind 35 Prozent mehr im Vergleich zum bisherigen Angebot. Die Bibliothek ist davon überzeugt, dass dies ein wichtiger Beitrag zur Verkürzung der Studienzeit wie zur Steigerung der Attraktivität des Studien- und Forschungsstandortes Düsseldorf sein wird. Der 600.000 Medien umfassende Freihandbestand der Zentralbibliothek und die DV- Arbeitsplätze, die Zugang zu 150 Datenbanken, elektronischen Zeitschriften und Internet-Fachinformationen bieten, können so viel intensiver und länger genutzt werden.
Bibliographie
- BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG (Hrsg.). Information vernetzen – Wissen aktivieren. Strategisches Positionspapier zur Zukunft der wissenschaftlichen Information in Deutschland. Bonn 2002a. http://www.dl-forum.de/Foren/ Strategiekonzept/index.asp.
- BUNDESMINISTERIUM
FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG (Hrsg.). Zukunft der wissenschaftlichen und technischen
Information in Deutschland. Schlussbericht. Bonn 2002b.
http://www.dl-forum.de/Foren/Strategiekonzept/index.asp - HOCHSCHULREKTORENKONFERENZ (Hrsg.). Zur Neuausrichtung des Informations- und Publikationssystems der deutschen Hochschulen. Bonn 2002. http://www.hrk.de/ beschluesse/2821.htm.
- SIEBERT, Irmgard (Hrsg.). Kooperative Entwicklung einer hypermedialen Lernumgebung durch Universitätsbibliothek und Fachbereich. Vorträge eines Workshops in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, 6. und 7. Dezember 2001. Düsseldorf 2002a. (Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf; 36)
- SIEBERT, Irmgard. "Die Universitäts- und Landesbibliothek – Aufgaben, Leistungen, Struktur und Ziele", in: Gert KAISER (Hrsg.). Jahrbuch der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 2001. Düsseldorf 2002b, 361-372.
- ZECHIEL-ECKES, Klaus. "Von Leimabdrücken und Märtyrerschicksalen. Unbekannte Schätze im Tresor der Universitäts- und Landesbibliothek gefunden", Magazin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 1 (2002a), 14f.
- ZECHIEL-ECKES, Klaus. "Vom armarium in York in den Düsseldorfer Tresor. Zur Rekonstruktion einer Liudger-Handschrift aus dem mittleren 8. Jahrhundert", Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 58 (2002b), 193-203.
- ZECHIEL-ECKES, Klaus. "Unbekannte Bruchstücke der merowingischen Passio S. Iusti pueri (BHL 4590c)", FRANCIA. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte 30/1 (2003), S. 1-8
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