Othmar Kalthoff

Jahresbericht 2002
Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (GFFU) konnte im Jahr 2002 wiederum einen namhaften Betrag für die Förderung von Forschung und Lehre zur Verfügung stellen. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 1.785.747,30 € für die Unterstützung wissenschaftlicher Projekte gezahlt. Davon entfielen 119.675,91 € auf Eigenmittel der Freundesgesellschaft (Vermögenserträge, Spenden und Beiträge der 405 Mitglieder), 634.840,85 € auf Bewilligungen der 14 durch die GFFU betreuten Stiftungen, 45.653,08 € auf die Cécile und Oskar Vogt-Institut für Hirnforschung GmbH, deren alleinige Gesellschafterin die GFFU ist, sowie 985.577,46 € auf treuhänderisch verwaltete Drittmittel.

Allerdings konnte sich auch die GFFU den Folgen des negativen wirtschaftlichen Umfeldes nicht ganz entziehen. Aufgrund des weiter gesunkenen Zinsniveaus verminderten sich auch die Vermögenserträge entsprechend, so dass die Gesamtausgaben für Fördermaßnahmen gegenüber dem Vorjahr um ca. 23,9 Prozent zurückgingen, womit jedoch immerhin noch das Ergebnis des Jahres 2000 übertroffen wurde. Hinzu kommt ein Abschreibungsbedarf auf Wertpapiere, der sich trotz recht konservativer Anlagepraxis (relativ geringer Aktienanteil, dabei Konzentration auf internationale Standardwerte) leider nicht vermeiden ließ. Bei unveränderter Börsenschwäche wäre dadurch auch der Förderspielraum der kommenden Jahre noch eingeschränkt. Gleichwohl ist zu hoffen, dass die GFFU nach wie vor in vielen Fällen wirksam helfen kann, wo wegen fehlender staatlicher oder sonstiger Mittel wichtige Vorhaben sonst nicht verwirklicht werden könnten. Denn oftmals drohen förderungswürdige Vorhaben an verhältnismäßig kleinen Finanzierungslücken zu scheitern. Gerade in derartigen Fällen und nur ausnahmsweise in spektakulären Großprojekten sieht die GFFU ihr ureigenstes Betätigungsfeld.

Unverändert großen Wert legt die Freundesgesellschaft auf wenig Bürokratie und ausgeprägtes Kostenbewusstsein. Das wird ihr nicht zuletzt durch die großzügige finanzielle und personelle Unterstützung seitens der Commerzbank und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Winterhager Heintges Stützel Laubach GmbH erleichtert.

Einige von der GFFU verwaltete Stiftungen konnten 2002 ihre Kapitalbasis – teilweise kräftig – verbessern. Das gilt insbesondere für die Heigl-Stiftung, der aus dem Nachlass des verstorbenen Ehepaares Prof. Dr. Franz Heigl und Prof.’in Dr. Annelise Heigl-Evers ein Betrag von ca. 1,1 Mio. € zufloss. Daraus ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für diese bisher kleine Stiftung, ihren Zweck (Förderung der Forschung auf dem Gebiet der psychotherapeutischen Medizin, insbesondere der Psychoanalyse) effizient zu erfüllen. Eine weitere Erbschaft in Höhe von ca. 150.000 € kam der Hedwig und Waldemar Hort Stipendienstiftung zugute, die schwerpunktmäßig Stipendien an Studierende vergibt bzw. die Universitätsbibliothek unterstützt. Schließlich stockte auch der Stifter und Namengeber das Kapital der Dr.- Günther-Wille-Stiftung um nochmals rund 25.000 € auf jetzt mehr als 250.000 € auf.

Traditionsgemäß vergibt die GFFU in jedem Jahr eine Reihe von wissenschaftlichen Preisen. Im Berichtsjahr gab es folgende Preisverleihungen:

  • Der mit 10.000 € dotierte "Preis der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf" ging an den Physiker PD Dr. Christos N. Likos, Institut für Theoretische Physik der Heinrich-Heine-Universität, für seine Habilitationsschrift.
  • Der mit 12.500 € ausgestattete „Reinhard- und Emmi-Heynen-Preis“ wurde an Dr. Bernhard Homey, Hautklinik der Heinrich-Heine-Universität, vergeben.
  • Den Heinz-Ansmann-Preis für AIDS-Forschung in Höhe von 12.500 € erhielt Prof. Dr. Volker ter Meulen (Würzburg).
  • Den Forschungspreis der Dr.-Günther-Wille-Stiftung (5.000 €) teilten sich Dr. Bernhard Homey (Hautklinik der Heinrich-Heine-Universität) und Dr. Anja Müller (Klinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie der Heinrich-Heine-Universität).

Heinrich-Heine-Universität, Universitätsstr.1, 40225 Düsseldorf, Nummer der Telefonzentrale 0211/81-00
Letzte Änderung: 17.01.2006, 10:56
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