Othmar Kalthoff

Jahresbericht 2001


Die ausschließliche Aufgabe der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf (GFFU) besteht darin, die Universität in ihrer wissenschaftlichen Forschungs- und Lehrtätigkeit zu unterstützen. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe konnte die GFFU auch im Jahr 2001 auf die Erträge des eigenen Vermögens, auf zweckgebundene und freie Spenden, ferner auf die Kapitalerlöse von 14 durch die Gesellschaft verwalteten Stiftungen sowie der gesellschaftseigenen Cecile und Oskar Vogt-Institut GmbH zurückgreifen. Insgesamt flossen im Berichtsjahr aus den genannten Quellen fast 4,6 Mio. DM in die Finanzierung förderungswürdiger Projekte. Das war eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um mehr als 34 Prozent.

Am 31. Dezember 2001 verwaltete die GFFU ein Vermögen von rund 48 Mio. DM. 416 persönliche und institutionelle Mitglieder engagierten sich zu diesem Zeitpunkt materiell und ideell für die Ziele der Gesellschaft.

Unter den geförderten Einzelvorhaben spielte die Übernahme und der Umbau von Schloss Mickeln für die Zwecke der Universität nochmals eine herausragende Rolle. Die damit verbundenen Gesamtkosten wurden zu einem erheblichen Teil durch die GFFU getragen, die sich die Mittel dafür unter anderem durch ein Darlehen in Höhe von 1,5 Mio. DM beschaffte. Die Rückzahlung erfolgte in einem Kraftakt innerhalb kürzester Zeit. Im Jahre 2001 war die GFFU noch mit einer Tilgungsrate von 250.000 DM belastet; Anfang 2002 ist inzwischen die Resttilgung von ebenfalls 250.000 DM vorgenommen worden. Das eröffnet ab 2003 die Chance, andere Vorhaben, die zwischenzeitlich wegen der Priorität von Schloss Mickeln etwas zurückstehen mussten, wieder entsprechend stärker zu fördern.

Traditionsgemäß vergibt die GFFU jährlich einige wissenschaftliche Preise, die teils aus Eigenmitteln, teils aus Zuwendungen Dritter dotiert werden. Im Berichtsjahr waren dies folgende Preise:

Den mit 20.000 DM ausgestatteten Preis der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erhielt Privatdozent Dr. Christoph Cornelißen für seine Habilitationsschrift Gerhard Ritter. Ein deutscher Historiker im 20. Jahrhundert (1888 bis 1967).

Der mit 25.000 DM dotierte Reinhard-Heynen- und Emmi-Heynen-Preis ging je zur Hälfte an den Mathematiker Univ.-Prof. Dr. Fritz Grunewald und an den Physiker Univ.-Prof. Dr. Eckhard Rebhan, und zwar für herausragende Leistungen auf ihren jeweiligen Fachgebieten.

Der von Herrn Wolfgang Böhmer gestiftete und erstmals verliehene Karl-Böhmer-Preis (für innovative Forschungen in der Krebsbekämpfung) in Höhe von 50.000 DM ging an Herrn Univ.-Prof. Dr. Guido Reifenberger, Institut für Neuropathologie der Heinrich- Heine-Universität. Leider konnte die Verleihung nicht in Anwesenheit des Stifters stattfinden, da dieser wenige Tage zuvor schwer erkrankte und kurz darauf verstarb.

Der Heinrich-Spohr-Preis (für Urologie), ausgestattet mit der Preissumme von 20.000 DM, wurde an Prof. Dr. Joachim W. Thüroff (Mainz) vergeben.

Den Forschungspreis der Dr.-Günther-Wille-Stiftung, ausgeschrieben mit 10.000 DM, teilten sich Dr. med. Rainer Engers und Dr. med. Klaus-Martin Schulte.

Erfreulicherweise konnte die GFFU eine neu gegründete Stiftung übernehmen. Es handelt sich um die Rolf Schwarz-Schütte-Stiftung, deren Anfangskapital von einer Mio. DM zu gleichen Teilen von der Schwarz Pharma AG und vom Ehrenpräsidenten der GFFU, Herrn Dr. h.c. Rolf Schwarz-Schütte, aufgebracht wurde. Die neue Stiftung soll sich der Förderung der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine- Universität widmen und hier vor allem der Forschung und Entwicklung innovativer Arzneistoffe.

Daneben wurde das Kapital einiger Stiftungen um namhafte Beträge aufgestockt. So erhöhte Herr Dr. Günther Wille das Kapital seiner gleichnamigen Stiftung um 150.000 DM auf 450.000 DM. Seitens der Henkel KGaA wurde anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums eine Erhöhung des Kapitals der Konrad-Henkel-Stiftung um 500.000 DM auf drei Mio. DM vorgenommen.

Präsident der Freundesgesellschaft ist seit dem 7. Juni 2000 Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Funk. Seine Stellvertreter sind Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Gert Kaiser, Rektor der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf, und Dr. Hans-Dietrich Winkhaus, Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel KGaA. Das Amt des Schatzmeisters führt seit Anfang 2002 Wolf-Peter Wirsing, Mitglied der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Gebietsfiliale Düsseldorf. Sein Vorgänger, Götz Knappertsbusch, der bis dahin 20 Jahre lang die Finanzen der GFFU verwaltet hatte, wurde von der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied gewählt.

Heinrich-Heine-Universität, Universitätsstr.1, 40225 Düsseldorf, Nummer der Telefonzentrale 0211/81-00
Letzte Änderung: 17.01.2006, 10:56
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