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Arbeitsgemeinschaft der
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Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde


 AWMF-Leitlinien-Register  083/005   Entwicklungsstufe:  1 

Dentale Volumentomographie


  1. Ziel
  2. Diese Leitlinie bildet den derzeitigen Wissensstand bzgl. Technik, Anwendung, Dosis und des rechtlichen Umfeldes ab. Sie dient der Definition von prinzipiellen Rahmenbedingungen bei der Anwendung der DVT innerhalb der Zahnheilkunde in Deutschland und soll hierfür Handlungsempfehlungen etablieren.

  3. Präambel
  4. Wie bei jeder Röntgenuntersuchung gilt auch bei der Anwendung der DVT grundsätzlich das ALARA-(As low as reasonably achievable-)Prinzip, (26,8) das heißt dass die Anwendung mit der für die Fragestellung geringst möglichen Strahlendosis bei gleichzeitig suffizienter Abbildungsqualität zu erfolgen hat. §23 der Röntgenverordnung (RöV) fordert zusätzlich im Rahmen der rechtfertigenden Indikation "die Feststellung, dass der gesundheitliche Nutzen der Anwendung am Menschen gegenüber dem Strahlenrisiko überwiegt".(4) Da es sich bei der DVT um eine relativ neue Technik handelt, ist die wissenschaftliche Datenlage noch lückenhaft. Es liegen nur sehr wenige Daten mit einem Evidenzgrad von A oder B vor, welche den tatsächlichen diagnostischen oder therapeutischen Vorteil bei Verwendung einer DVT im Vergleich zur Anwendung herkömmlicher zweidimensionaler Röntgenprojektionsverfahren nachweisen. Andererseits liegen für einige technische Aussagen Informationen vor, die auf Grund ihres logisch-analytischen Charakters unter den Evidenzgrad A einzuordnen sind. Auf Basis der Evidenzlage, die sich in ihrer Bewertung an den Evidenzgraden der Europäischen Leitlinie zum Strahlenschutz in der zahnärztlichen Röntgenologie (26) orientiert, werden verschiedene Grade der Empfehlungen durch die Formulierungen "soll", "sollte" und "kann" ausgedrückt.

  5. Anwender der Leitlinie
  6. Zahnärzte einschließlich Fachzahnärzte für Kieferorthopädie, für Oralchirurgie und für Parodontologie sowie Ärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

  7. Definition und technische Abgrenzung
  8. Bei der DVT handelt es sich um eine digitale Aufnahmetechnik, bei der ein dreidimensionales (3D) Strahlenbündel und ein Flächendetektor verwendet wird. Auf einer zirkulären Bahn wird eine große Anzahl von Projektionsaufnahmen erzeugt, aus welchen unmittelbar ein 3D Volumen des zu untersuchenden Körperteils berechnet wird. Für das Verfahren typisch ist eine isometrische Ortsauflösung im Volumen in allen drei Raumrichtungen sowie die Konzentration auf die Darstellung von Hochkontrast, d. h. auf Hartgewebe. Gegenüber der klassischen (Einzeilen-)Computertomographie (CT) grenzt sich die DVT durch die Verwendung eines dreidimensionalen Nutzstrahlenbündels sowie eines zweidimensionalen Bildrezeptors technisch ab.

    4.1 Technische Spezifikationen

    4.2 Systemimmanente Rekonstruktionsprobleme

    4.3 Strahlenexposition

    4.4 Generelle Anforderungen

    4.5 Vorteile dreidimensionaler Röntgenbildgebung

  9. Indikationen
  10. Innerhalb dieser Leitlinie werden grundsätzliche Indikationsgebiete innerhalb des zahnmedizinischen Anwendungsspektrums definiert, welche aus Gründen der Übersichtlichkeit einzelnen zahnmedizinischen Teilgebieten zugeordnet sind. Eine abschließende Aussage über mögliche Indikationen ist auf Grund des geringen Verwendungszeitraumes der neuen Technik derzeit noch nicht möglich.

    Die rechtliche Grundlage für die Entscheidung bzgl. der Anfertigung einer Röntgenaufnahme bildet die rechtfertigende Indikation, welche u. A. die Feststellung erfordert; "dass der gesundheitliche Nutzen der Anwendung am Menschen gegenüber dem Strahlenrisiko überwiegt".(4) Die DVT bildet zum derzeitigen Stand eine ergänzende Röntgentechnik, die möglicherweise zukünftig auch für bestimmte Fragestellungen die herkömmlichen zweidimensionalen Techniken ersetzen kann. Die DVT ist prinzipiell in allen Teilgebieten der Zahnmedizin einsetzbar, die einer Röntgendiagnostik zugänglich sind. Es zeichnen sich derzeit verschiedene Einsatzgebiete ab, die im Folgenden nach Teilgebieten geordnet angeführt werden.

    5.1 Konservierende Zahnheilkunde, Endodontie und Parodontologie

    5.2 Zahnärztliche Prothetik

    5.3 Funktionsdiagnostik und -therapie

    5.4 Chirurgische Zahnheilkunde

    5.5 Implantologie

    5.6 Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

    5.7 Kieferorthopädie

  11. Zusammenfassung
  12. Die DVT hat ihre Position im diagnostischen Arsenal für elektive zahnmedizinische Fragestellungen bei der Hartgewebsdiagnostik gegenüber der herkömmlichen CT zunehmend gefestigt. Die DVT hat gegenüber der CT eine reduzierte Strahlenbelastung.(36,37,38) In Fällen, bei denen es besonders auf eine reduzierte Strahlenexposition unter bewusster Inkaufnahme der dadurch bedingten, systemimmanent veränderten Bildparameter ankommt, ist der DVT der Vorzug zu geben. Eine Einblendung auf die zu untersuchende Region ist zu fordern, da die effektive Dosis derzeitiger DVT-Geräte nach ICRP 2007 (52) immer noch ca. um den Faktor 3 bis 40 über der einer Panoramaschichtaufnahme liegt (38) und die Dosis durch Einblendung entsprechend reduziert werden kann.(34)

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Verfahren zur Konsensbildung

Erstellungsdatum:

04/2009

Letzte Überarbeitung:

Nächste Überprüfung geplant:

12/2012
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Stand der letzten Aktualisierung: April 2009
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