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Arbeitsgemeinschaft der
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Leitlinien der Deutschen STD-Gesellschaft
in Zusammenarbeit mit der
Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und
der Paul-Ehrlich-Gesellschaft


 AWMF-Leitlinien-Register  Nr. 059/001   Entwicklungsstufe:  1 + IDA 

Condylomata acuminata und andere HPV-assoziierte Krankheitsbilder von Genitale, Anus und Harnröhre

ICD - 10 Ziffern A63.0; C53.9; D06

Definition

  1. Condylomata acuminata
  2. Condylomata acuminata (spitze Kondylome oder Feigwarzen) sind die häufigsten benignen Tumoren des äußeren Genitoanalbereiches. Es handelt sich um stecknadelkopfgroße, bis mehrere Zentimeter große Papeln rötlicher, grau-bräunlicher oder weißlicher Farbe. Condylomata acuminata treten meistens in Vielzahl auf, neigen zur Beetbildung und können gelegentlich riesenhafte Tumorkonglomerate ausbilden (Condylomata gigantea). Condylomata acuminata werden durch low-risk humane Papillomviren (HPV6, 11 u.a.) hervorgerufen und gehören zu den genitoanalen Warzen, die vielgestaltig auftreten können. Folgende Erscheinungsformen werden unterschieden:

  3. Intraepitheliale Neoplasien
  4. Onkogene HPV-DNA-Typen (HPV16, 18 u.a.) sind gewöhnlicherweise in Läsionen nachweisbar, welche die Histologie einer intraepithelialen Neoplasie (IN) aufweisen. Es werden leichtgradige, mäßige und schwere Neoplasien unterschieden (Grad 1-3). Entsprechend der Lokalisation werden folgende Läsionen differenziert:

    Die Progressionsrate der VIN3 zum invasiven Vulvakarzinom beträgt für ältere Frauen 30%, während bei Frauen unter 45 Jahren ein invasives Karzinom im Bereich einer VIN selten ist und meistens bei immundefizienten oder immunsupprimierten Personen diagnostiziert wird. Das Gleiche gilt auch für die PIN3 und die Progression zum Peniskarzinom. Entsprechend des Alters der Patienten werden folgende klinisch histologische Formen der intraepithelialen Neoplasien unterschieden:

    Intraepitheliale Neoplasien bei jungen Erwachsenen

    Multiforme und multifokale Effloreszenzen (teilweise konfluentes Wachstum):
    Pigmentierte Papeln, leukoplakieähnliche Areale, flache rote Makulae, gemischte polychrome Formen

    Bowenoide Papulose:
    Per Definition papulöse Form der schweren intraepithelialen Neoplasie (Grad 3) der Vulva, des Penis und der perianalen Haut, assoziiert v.a. mit HPV16 DNA, charakteristischerweise zahlreiche makulopapulöse, rosa-farbene, gräuliche, weißliche oder bräunliche Effloreszenzen

    Intraepitheliale Neoplasien bei älteren Patienten

    Solitäre Effloreszenz (zentrifugales Wachstum):
    Samtartiges, rötliches, Areal und/ oder weiße Plaque, selten braun pigmentierte Plaque

    Morbus Bowen
    In situ Stachelzellkarzinom (schwere intraepitheliale Neoplasie Grad 3) der verhornten Haut der Vulva, des Penis, der perianalen Haut, des Perineums und der Pubesregion, assoziiert v.a. mit HPV16.

    Erythroplasia Queyrat
    In situ Karzinom (schwere intraepitheliale Neoplasie Grad 3) der kleinen Schamlippen, des Vestibulum vaginae, der Vorhaut und der Glans penis sowie des Analkanals, assoziiert v.a. mit HPV16.

Ätiologie

Epidemiologie

Übertragung

Klinik

Diagnostik

Therapie


Literatur:


Verfahren zur Konsensbildung:

Erstellungsdatum:

17. Juni 2000

Letzte Überprüfung:

11. Juli 2006

Nächste Überarbeitung geplant:

Eine Anhebung der Leitlinie auf S2-Niveau ist geplant


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Stand der letzten Aktualisierung: 11. Juli 2006
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Autorisiert für elektronische Publikation: AWMF online
HTML-Code aktualisiert: 11.08.2006; 11:39:53