- Einführung
Das Informationszentrum für Standards in der Onkologie (ISTO) der Deutschen
Krebsgesellschaft e.V. (DKG) erstellt und aktualisiert seit 1996 Leitlinien zu Diagnostik,
Therapie, Nachsorge, Rehabilitation und Palliation onkologischer Erkrankungen. Bisher sind
über 50 Leitlinien entwickelt worden [1]. Diese Leitlinien werden von der AWMF
größtenteils als Stufe 1-Leitlinien eingeordnet [2].
Das Stufenschema der AWMF sieht wie folgt aus [3]:
| S1: | Handlungsempfehlung, durch eine Expertengruppe im informellen
Konsens entwickelt
|
S2k:
S2e | Konsensusbasierte Leitlinie-, durch eine interdisziplinäre, repräsentativ
für den Adressatenkreis der Leitlinie zusammengesetzte Expertengruppe mit formaler Konsensusfindung (nominaler Gruppenprozess, Delphimethode, formale Konsensuskonferenz)
entwickelt
"Evidenz"-basierte Leitlinie, von einer Expertengruppe auf der Basis von systematischer Recherche, Auswahl und Bewertung der Literatur entwickelt
|
| S3: | "Evidenz"- und konsensusbasierte Leitlinie, die alle Kriterien der
systemtasichen Entwicklung erfüllt:
- systematische "Evidenz"basierung
- formale Konsensusfindung,
- Orientierung am Ergebnis für den Patienten („Outcome-Bewertung“),
- Abwägung von Nutzen und Risiken („Entscheidungsanalyse“)
- Nachvollziehbarkeit des Versorgungsablaufes („Algorithmische
Logik“)
|
Die Leitlinien als Instrument des Qualitätsmanagements in der Medizin sind wichtige
Entscheidungshilfen für Ärzte und Patienten und werden auch von der Gesundheitspolitik
gefordert. Die kontinuierliche Verbesserung der methodischen Qualität von Leitlinien ist
daher ein wichtiges Ziel. Deshalb wurde im August 2004 beschlossen die Leitlinie
„Ovarialkarzinom“ der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der DKG
als eine der Leitlinien auf Stufe 2-Niveau zu erstellen. Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt,
Sprecherin der Kommission Ovar der AGO und Prof. Dr. Jacobus Pfisterer, wurden als
Leitlinien-Koordinatoren benannt.
Das ISTO übernahm die Projekt-Koordination.
Zur methodischen Unterstützung wurde Frau Dr. Ina Kopp (Clearingstelle Leitlinien der
AWMF, Marburg) gewonnen. Mit ihr zusammen wurde das, in der „Anleitung zur Erstellung
interdisziplinärer Leitlinien im Konsensusverfahren (Stufe 2)“ der DKG festgelegte Vorgehen
konkretisiert und umgesetzt.
- Vorbereitung
Finanzierung
Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Kommission Ovar der AGO hat für diese S 2-
Leitlinie keine finanziellen oder andere Unterstützung von kommerziellen Interessengruppen
erhalten. Hinweise auf mögliche Verpflichtungen, Interessenkonflikte oder Einflussnahmen
von Dritten sind nicht bekannt.
Den Autoren und Teilnehmern der Konsensusverfahren ist zu danken für ihre ausschließlich
ehrenamtliche Arbeit.
Alle an der inhaltlichen Erstellung der Leitlinie mitwirkenden Experten legten eine
schriftliche Erklärung (Formblatt) zu eventuell bestehenden Interessenskonflikten, vor allem
gegenüber der Industrie, vor. Ein Ausschluss von Experten wurde nicht vorgenommen, da
durch die Transparenz eventuell bestehender Verbindungen und die methodische
Vorgehensweise eine inhaltliche Einflussnahme Dritter vermieden werden konnte.
Planungstreffen
Am 20.08.04 fand ein Treffen zur Planung des „Weiteren Vorgehens bei der Entwicklung der
S 2-Leitlinien ‘Ovarialkarzinom’ in der Geschäftsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft in
Frankfurt statt. Eingeladen dazu waren Frau Dr. I. Kopp und die Leitlinien-Koordinatoren
Prof. Dr. B. Schmalfeldt, Herr D. Schulenberg. Dabei wurden das methodische Vorgehen,
der Leitlinien-Aufbau, Zusammensetzung der Leitliniengruppe u.ä. besprochen.
Leitliniengruppe
Bei der Bildung der Leitliniengruppe war es wichtig, repräsentative Vertreter aller
Fachgruppen und Betroffenen aufzunehmen. Dazu wurden die für das Leitlinienthema
relevanten Arbeitsgemeinschaften der DKG, Fachgesellschaften, Selbsthilfegruppen und
andere Gruppen durch das ISTO angeschrieben. Diese sollten offizielle Vertreter für die
Erstellung der Leitlinie benennen. Dabei wurden Vorschläge vom Leitlinien-Koordinator
gemacht. Den Gruppen stand es frei diese anzunehmen oder eigene Personen zu benennen.
Die Leitlinien-Gruppe wurde damit wie folgt zusammengesetzt:
- AK Supportivmaßnahmen in der Onkologie (AK Suppo), vertreten durch: Prof. Dr. Dr. A. Fauser
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), vertreten durch: Dr. Kopp
- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT), vertreten durch: Prof. Dr. E. Petri
- Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (PSO), vertreten durch: Dr. M. Keller, Prof. Dr. J. Weis
- Arbeitsgemeinschaft für Radiologische Onkologie (ARO), vertreten durch: Prof. Dr. J. Dunst
- Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO), vertreten durch: Prof. Dr. A. du Bois, Prof. Dr. H.-J.Lück, Prof. Dr. W. Meier, Prof. Dr. J. Pfisterer, PD Dr. J. Sehouli, Prof. Dr. B. Schmalfeldt
- Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO), vertreten durch: Prof. Dr. N. Frickhofen
- Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation, Nachsorge und Sozialmedizin (ARNS), vertreten durch: Prof. Dr. Dr. R. Schröck
- Berufsverband der Frauenärzte, vertreten durch: Dr. K. König, Dr. M. Steiner
- Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (CAO), vertreten durch: Prof. Dr. P.D. Piso
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, vertreten durch: Prof. Dr. Jonat, Prof. Dr. R. Kreienberg
- Deutsche Gesellschaft für Humangenetik, vertreten durch: Prof. Dr. C.R. Bertram, Prof. Dr. B. Schlegelberger
- Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), vertreten durch: Prof. Dr. N. Frickhofen
- Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin, vertreten durch: Prof. Dr. M. Freund
- Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, vertreten durch: Prof. Dr. U. Göbel
- Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, vertreten durch: Dr. B. Maier
- Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin, vertreten durch: Prof. Dr. J. Kotzerke, Prof. Dr. H. Lerch
- Deutsche Gesellschaft für Pathologie (AEK-P), vertreten durch: Prof. Dr. J. Diebold, Prof. Dr. M. Dietel, Prof. Dr. F. Kommoss
- Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), vertreten durch: Prof. Dr. R. Engenhart-Cabillic, Prof. Dr. Dr. N. Zamboglou
- Deutsche Gesellschaft für Ultraschall, vertreten durch: Prof. Dr. H. J. Prömpeler, Prof. Dr. A. Rempen
- Deutsche Röntgengesellschaft, vertreten durch: Dr. B. A. Radeleff
- Frauenselbsthilfe nach Krebs, vertreten durch: Fr. B. Hill
- Konferenz onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege (KOK), vertreten durch: Fr. K. Döring
- Organgruppe Gynäkologische Tumoren der DEGRO, vertreten durch: Prof. Dr. M. Flentje, PD Dr. G. Hänsgen
Leitlinienentwurf
Grundlage für die S2k-Leitlinie stellt die Stufe 1-Leitlinie „Ovarialkarzinom“ der
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der DKG (Mitglieder der
Arbeitsgruppe s. Anhang 1) dar.
Dieser Stufe 1- Leitlinie mit dem Titel „Diagnostische und therapeutische Standards bei
malignen Ovarialtumoren“, erstellt durch die Mitglieder der Kommission Ovar der AGO, lag
folgende Methodik und zeitlicher Ablauf zugrunde:
- Definition der Themen und Vorträge (Juni – Sept. 2004)
- Literaturrecherche durch 2-3 unabhängige Autoren
Medline, Pubmed
Internationale Datenbank, internationale Leitlinien
Chochrane Database
ASCO Kongressbeiträge
- Erstellung einer Langversion mit Literaturzitaten und Formatierung der Kernaussagen
(Sept. 2004 – Januar 2005)
- Aussendung der Langversion und der Vorträge an alle Mitglieder der Kommission
- Konsensustreffen Waldthausen (10.-12.03.2005) mit Diskussion aller Vorträge und
Kernaussagen (März 2005)
Bewertung der "Evidenz"niveaus und der Empfehlungsgrade im informellen Konsens
Überarbeitung
- Erneute Versendung an alle und Freigabe duch Mitglieder der Kommission (April-Mai
2005)
In den Empfehlungen der AGO ist die geweiige Stärke der zugrunde liegenden "Evidenz"
gemäss der Vorgaben der American Society of Clinical Oncology (ASCO) ausgewiesen.
Diese bildeten die Grundlage für die Vergabe der Empfehlungsgrade für die vorliegende
Leitlinie.
Hierachie der wissenschaftlichen "Evidenz"
(nach ASCO, J Clin Oncol 1999; 17:1312)
Level of Evidence LoE I-V
Stufe "Evidenz"-Typ
| I | - Metaanalyse von multiplen, kontr. Studien.
- Rand.Studien mit wenig falsch-posivem und falsch negativem Fehler
(hohe Ausagekraft)
| II | - Mind. 1 gut geplante, kont. Exp. Studie.
- Rand. Studie mit niedriger Ausagekraft
| III | - Studie ohne Randomisierung bzw. nicht prospektiv (Kohorten-,Fall-Kontroll-
Studie)
| | IV | - >1 nichtexperimentelle verg. Studie.
| | V | - Meinungen von Experten(-kommissionen).
| | Als Schema für die Einteilung der Empfehlungsgrade wurden die Vorgaben der Canadian Task force on Preventive Health Care gewählt:
| Empfehlungsgrade für Interventionen
(nach Grades for Recommendations der Canadian Task Force on Preventive Health Care)
Grade of Recommentation GoR A-D
| | Stufe
| ||
| A | - Level I "Evidenz".
- Schlüssige Ergebnisse multipler Studien der Level II, III oder IV
| | B | - Level II, III oder IV "Evidenz" mit überwiegend schlüssigen Ergebnissen
| | C | - Level II, III oder "Evidenz" mit widersprüchlichen Ergebnissen
| | D | - >1 nichtexperimentelle verg. Studie.
- Geringe oder keine empirische "Evidenz"
|
|
|
Für den Stufe 2 Leitlinienentwurf wurden anhand der beim S1 Konsensus erarbeiteten Vorgaben vom Leitlinien-Koordinator 52 Kernaussagen (Schlüssel-Statements) als Vorlage zum Abstimmungsprozess im formalen Konsensusverfahren formuliert. Die Kernaussagen repräsentieren in erster Linie die wesentlichen Entscheidungspunkte im logischen Fluss des Versorgungsprozesses, die durch die formale Erstellung klinischer Algorithmen identifiziert
wurden, aber auch Maßnahmen, die als obsolet angesehen werden sowie Stellungnahmen zur Patientenaufklärung.
Dieser erste Leitlinien-Entwurf wurde an die Leitliniengruppe versandt. Den Mitgliedern wurde 4 Wochen Zeit gegeben Änderungs- und Ergänzungsvorschläge an den Leitlinien-Koordinator Prof. Dr. J. Pfisterer zu senden. Die eingegangenen Vorschläge wurden von Prof. Dr. J. Pfisterer im Änderungsmodus in die Leitlinie eingearbeitet und in Kopie beim ISTO gespeichert. Dieser zweite Entwurf diente als Grundlage für das Konsensusverfahren und wurde der Leitliniengruppe 3 Wochen vor der Sitzung zugesendet. Ergänzungswünsche, die noch nach dieser Frist an Prof. Dr. J. Pfisterer oder das ISTO gesandt wurden, wurden, als Statements formuliert, mit in den Abstimmungsprozess aufgenommen und der LL-Gruppe 1 Tag vorab per Email zugesandt.
Literatursammlung
Die Literatur, die im Leitlinienentwurf genannt und/oder während des Konsensusverfahrens
aufgeführt oder diskutiert wird, muss der gesamten Leitliniengruppe bekannt sein.
Daher wurde die Leitliniengruppe gebeten, zusammen mit den Änderungsvorschlägen auch
zusätzliche relevante Literatur aus dem jeweiligen Fachgebiet anzugeben.
Eine Zusammenstellung der Statements wurde der Leitliniengruppe zusammen mit dem
zweiten Leitlinien-Entwurf und der Tagesordnung vor der Sitzung zugesendet.
- Konsensusverfahren
Sitzung am 16.12.05
Das Konsensusverfahren fand am 16.12.05 in Frankfurt statt. Als Verfahren wurde der
nominale Gruppenprozess gewählt, Teilnehmer der Sitzung waren:
- AK Supportivmaßnahmen in der Onkologie (AK Suppo), vertreten durch: Dr. L.
Kraut
- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT), vertreten durch: Prof. Dr. E.
Petri
- Arbeitsgemeinschaft für Psycholoziale Onkologie (PSO), vertreten durch: Prof. Dr. J.
Weis
- Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO), vertreten durch: Prof. Dr.
A.du Bois, Prof . Dr. H.-J. Lück, Prof. Dr. W. Meier, Prof. Dr. J. Pfisterer, PD. Dr, J.
Sehouli, Prof. Dr. B. Schmalfeldt
- Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO), vertreten durch: Prof. Dr. N.
Frickhofen
- Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation, Nachsorge und Sozialmedizin (ARNS), vertreten
durch: Prof. Dr. Dr. R. Schröck
- Berufsverband der Frauenärzte, vertreten durch: Dr. M. Steiner, Dr. K. König
- Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (CAO), vertreten durch: Prof. Dr. P.D. Piso
- Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), vertreten durch:
Prof. Dr. N. Frickhofen
- Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, vertreten durch: Dr. B. Maier
- Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin, vertreten durch: Prof. Dr. J. Kotzerke
- Deutsche Gesellschaft für Pathologie (AEK-P), vertreten durch: Prof. Dr. J. Diebold,
Prof. Dr. J. Dietel, Prof. Dr. F. Kommoss
- Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), vertreten durch: Prof. Dr. E.
Engenhart-Cabillic
- Deutsche Gesellschaft für Ultraschall, vertreten durch: Prof. Dr. H.J. Prömpeler, Prof.
Dr. A. Rempen
- Deutsche Röntgengesellschaft, vertreten durch: Dr. B. A. Radeleff
- Frauenselbsthilfe nach Krebs, vertreten durch: Fr. B. Hill
- Konferenz onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege (KOK), vertreten durch:
Fr. K. Döring
Frau Prescher (ISTO) war beobachtend anwesend.
Grundlage der Sitzung war der vor der Sitzung versendete Leitlinienentwurf und die darin
enthaltenen 52 Statements.
Nominaler Gruppenprozess
Der nominale Gruppenprozess wurde nach den o. g. Regeln durchgeführt:
Während der Diskussion konnte ein Großteil der strittigen Passagen des Leitlinientextes
geklärt werden. Auch eine Vielzahl von redaktionellen Änderungen wurde einstimmig von
der Leitlinien-Gruppe beschlossen.
Innerhalb der Diskussion wurde festgelegt, dass zu den Themen „Supportive Maßnahmen“,
„Palliative Betreuung“, „Psychoonkologie“ und „Rehabilitation“ durch die jeweiligen
Arbeitsgemeinschaften bzw. Fachgesellschaften ergänzende Ausarbeitungen zu den Statements vorgenommen werden. Einige weiterhin kontrovers diskutierte Textstellen wurden dann während des nominalen Gruppenprozesses als neue Statements formuliert und zur Abstimmung gestellt. Die Statements, die in dieser Abstimmung mehr als 50% der Stimmen erhielten, wurden in der Leitlinie belassen bzw. neu aufgenommen. Die anderen Statements wurden nicht aufgenommen bzw. gestrichen.
Endgültige Abstimmung der Leitlinie
Die Änderung und Ergänzung der Leitlinie auf Grund der Diskussion und der Abstimmungsergebnisse des nominalen Gruppenprozesses wurden vom Leitlinien-Koordinator Frau Prof. Dr. B. Schmalfeldt vorgenommen. Diese Leitlinien-Version wurde den Mitgliedern der Leitlinien-Gruppe zur Durchsicht mit der Bitte um Rückmeldung zugesandt. Änderungsvorschläge, soweit sie nicht im Gegensatz zum Ergebnis des Konsensusverfahrens standen, wurden durch den Leitlinien-Koordinator eingearbeitet und im April 2007 erneut an die Leitliniengruppe versandt.
- Publikation
Begutachtungsverfahren
Die abgestimmte Leitlinie wird der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) zur
Begutachtung vorgelegt. Sollten sich hieraus Änderungen ergeben, werden diese durch den
Leitlinien-Koordinator eingearbeitet. Anschließend wird die Leitlinie der gesamten
Leitliniengruppe zur Information zugesandt.
Verabschiedung der Leitlinie durch die Deutsche Krebsgesellschaft
Das definitive Manuskript wurde dem Vorstand der Deutschen Krebsgesellschaft zur
Abstimmung vorgelegt und dann zur Publikation freigegeben.
Implementierung
Zur Einführung der Leitlinie „Diagnostische und therapeutische Standards bei malignen
Ovarialtumoren in Deutschland wurden folgende Verfahren von der Leitliniengruppe selbst
unterstützt und veranlasst:
- Disseminierung
Kostenfreier Zugang über das Internet (http://ago-online.org, http://ago-ovar.de, externer Link),
Drucklegung als Leitlinie der DKG, Publikation einer Kurzversion in medizinischen
Fachzeitschriften
- Freigabe und Förderung der Nutzung der Leitlinie über krankenhausinterne
Informationssysteme
- Qualitätssicherungserhebung der AGO in Deutschland zur Therapie des
Ovarialkarzinoms
- Öffentlichkeitsarbeit: Pressemitteilungen
- Kontinuierliche Fortbildungen
State of the Art Meeting sowie Vorträge und interaktive Edukation im persönlichen
Umfeld der Konsensusmitglieder
Aktualisierung
Die Leitlinie ist bis Sommer 2008 gültig.
Eine Überprüfung, Aktualisierung und Bekanntmachung wird halbjährlich vom ISTO in
Zusammenarbeit mit dem Leitlinie-Koordinator durchgeführt.
Zwei Jahre nach Publikation wird eine Überarbeitung der Leitlinie durch ein formales
Konsensusverfahren vom ISTO koordiniert.
- Literaturverzeichnis
- Deutsche Krebsgesellschaft. Kurzgefasste interdisziplinäre Leitlinien 2004. Diagnose und Therapie maligner Erkrankungen. 3. Auflage. Th. Junginger (Hrsg.) W. Zuckschwerdt Verlag, München Bern Wien New York 2002
- Lorenz W, Ollenschläger G. Das Leitlinien-Manual. Entwicklung und Implementierung von Leitlinien in der Medizin. CD-Version © ÄZQ, Köln; AWMF, Düsseldorf; Urban & Fischer Verlag, Niederlassung Jena 2001
- AWMF ÄZQ (Hrsg). Deutsches Instrument zur methodischen Leitlinien-Bewertung (DELBI). Z.ärztl.Fortbild.Qual.Gesundh.wes 99, 2005; 465-492 verfügbar: http:/www.delbi.de
- Delbecq AL, Van de Ven AH, Gustafson DH. Group techniques for program planning. Scott foresman and Company, Glenview, IL 1975; 1-174
- Anhang
Anhang 1: Mitglieder der Arbeitsgruppe der S 1-Leitlinie
Prof. Dr. med. Andreas du Bois, Wiesbaden
Dr. med. Alexander Burges, München
Prof. Dr. med. Günter Emons, Göttingen
Prof. Dr. med. Daniel Fink, Zürich
Dr. med. Martina Gropp, Düsseldorf
Prof. Dr. med. Annette Hasenburg, Freiburg i. Br.
Prof. Dr. med. Wolfram Jäger, Düsseldorf
Prof. Dr. med. Fritz Jänicke, Hamburg
Prof. Dr. Marion Kiechle, München
Prof. Dr. med. Rainer Kimmig,Essen
Prof. Dr. med. Friedrich Kommoss,Mannheim
Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg, Ulm
Prof. Dr. med. Walther Kuhn,Bonn
Prof. Dr. med. Hans-Joachim Lück, Wiesbaden
Prof. Dr. med. Werner Meier, Düsseldorf
PD Dr. med. Karsten Münstedt, Gießen
Prof. Dr. med. Olaf Ortmann, Regensburg
Prof. Dr. med. Jacobus Pfisterer, Kiel
Dr. med. Barbara Richter, Radebeul
Prof. Dr. med. Ingo Runnebaum, Jena
Prof. Dr. med. Barbara Schmalfeldt, München
Prof. Dr. med. Willibald Schröder, Bremen
PD Dr. med. Jalid Sehouli, Berlin
PD Dr. med. Berno Tanner, Limburg/Lahn
Prof. Dr. phil. Weis, Freiburg
Prof. Dr. med. Uwe Wagner, Marburg
Kooperierende Institutionen
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDS)
Leitlinienkoordinator:
Prof. Dr. B. Schmalfeldt
Frauenklinik der Technischen Universität München
Ismaninger Str. 22, 81675 München
Prof. Dr. J. Pfisterer
Universitätsklinikum Schleswig - Holstein
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Campus Kiel
Michaelisstraße 16
24105 Kiel
Erste Fassung: 09/2006
Überarbeitete Fassung 05/2007
Der Leitlinienkoordinator wird außerdem jährlich vom ISTO in einer Umfrage zu
notwendigen Aktualisierungen befragt. Falls diese erforderlich ist, wird die aktualisierte
Version der Leitlinie unter www.krebsgesellschaft.de bzw. unter http://leitlinien.net veröffentlicht.