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  Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen
Medizinischen
Fachgesellschaften

Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) - Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO)


 AWMF-Leitlinien-Register  Nr. 015/059   Entwicklungsstufe:  2 + IDA 

Diagnostik und Therapie des Vulvakarzinoms und seiner Vorstufen

- Methodenreport -

Einführung

Konsensusverfahren

Vorbereitung
Die Inhalte der S1-Leitlinie wurden vom Koordinator und den Vertretern der AGO unter Berücksichtigung der neueren wissenschaftlichen Entwicklungen und Literatur überarbeitet.
Zur Vorbereitung des Abstimmungsprozesses im formalen Konsensusverfahren wurde ein Textentwurf sowie Kernaussagen, bzw. Schlüsselempfehlungen formuliert und im Entwurf hervorgehoben. Diese repräsentieren in erster Linie die wesentlichen Entscheidungspunkte im logischen Fluss des Versorgungsprozesses, aber auch Maßnahmen, die als obsolet angesehen werden sowie Stellungnahmen zur Patientenaufklärung.

Dieser Entwurf diente als Grundlage für das Konsensusverfahren (NGP, s.u.) und wurde 4 Wochen vor der Sitzung an alle Mitglieder der Leitliniengruppe versandt.

Der Entwicklungsprozess von konsensusbasierten Leitlinien (S2k-Leitlinien) sieht keine systematische Aufbereitung der "Evidenz", aber eine Diskussion und kritische Würdigung der Literatur durch die Mitglieder der Leitliniengruppe vor. Die Literatur, die im Leitlinienentwurf genannt und/oder während des Konsensusverfahrens aufgeführt oder diskutiert wird, muss daher der gesamten Leitliniengruppe bekannt sein. Daher wurde die Leitliniengruppe gebeten, zusammen mit dem Textentwurf auch zusätzliche relevante Literatur aus dem jeweiligen Fachgebiet zu sichten und für die Sitzung aufzubereiten.

Nominaler Gruppenprozess
Am 23.04.08 und 26.06.08 fanden in Berlin unter Moderation von Frau PD Dr. I. Kopp (AWMF) die formalen Abstimmungsprozesse über die Kernaussagen, bzw. Schlüsselempfehlungen der Leitlinie in Form eines Nominalen Gruppenprozess nach Delbecq [3] statt.

Der Nominale Gruppenprozess wurde wie folgt durchgeführt:

Der gesamte Abstimmungsprozess mit allen inhaltlichen Beiträgen sowie die Abstimmungsergebnisse und die Bewertung der Stärke des Konsens, einschließlich der Bereiche, in denen kein Konsens erzielt wurde, wurde von Dipl.-Ing. A. Prescher (DKG) protokolliert. Die Stärke des Konsens wurde wie folgt definiert:

Starker Konsens ≥ 95% der Teilnehmer
Konsens > 75% - 95%
Mehrheitliche Zustimmung > 50-75%
Kein Konsens ≤ 50% der Teilnehmer

Während der Sitzungen hatten die Teilnehmer darüber hinaus Gelegenheit, den ausführlichen Leitlinientext zu diskutieren sowie Vorschläge zur Konkretisierung und Verbesserung einzubringen. Abschließend wurde der Text kapitelweise konsentiert.

Formulierung und Graduierung der Schlüsselempfehlungen im Konsensusverfahren

Bei der Formulierung der Empfehlungen wurde sprachlich, wenn immer möglich, nach drei unterschiedlichen Qualitäten unterschieden:

"soll/soll nicht" entsprechend einer starken Empfehlung für/gegen eine Intervention
"sollte/sollte nicht" entsprechend einer Empfehlung für/gegen eine Intervention
"kann" entsprechend einer Handlungsoption mit Unsicherheit

Diese Formulierungen berücksichtigen die Qualität der den Empfehlungen zugrunde liegenden Quellen bzw. Studien. Einer starken Empfehlung für eine therapeutische Intervention liegt demnach in der Regel mindestens eine gute randomisierte kontrollierte Studie (RCT) zugrunde. Die Formulierungen berücksichtigen aber auch die Relevanz der Studienzielgrößen, die Konsistenz und Stärke der Effekte sowie die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf die Patientenzielgruppe im Alltag. Deshalb kann es in begründeten Einzelfällen zu einer Abweichung von diesem Prinzip kommen [4]. Die Grundlagen und Kriterien der Graduierung von Empfehlungen wurden zu Beginn des Konsensusverfahrens diskutiert.

Änderungen und Ergänzungen der Leitlinie gemäß der Abstimmungsergebnisse des nominalen Gruppenprozesses wurden vom Leitlinienkoordinator vorgenommen. Die überarbeitete Version wurde allen Mitgliedern der Leitlinien-Gruppe zur endgültigen Kommentierung zugesandt und im starken Konsens verabschiedet.

Publikation

Die Freigabe zur Publikation erfolgte nach Verabschiedung der Leitlinie durch die Vorstände der DGGG und DKG.

Die Publikation der S2-Leitlinie erfolgt in elektronischer und gedruckter Form. Über die Internet-Portale der AWMF (www.awmf-leitlinien.de), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (www.dggg.de externer Link) und der Deutschen Krebsgesellschaft (www.krebsgesellschaft.de externer Link) ist sie kostenfrei zugänglich.

Anwendungshinweis:
Bei dieser Leitlinie handelt es sich - ebenso wie bei jeder anderen medizinischen Leitlinie - explizit nicht um eine Richtlinie im Sinne einer Regelung des Handelns oder Unterlassens, die von einer rechtlich legitimierten Institution konsentiert, schriftlich fixiert und veröffentlicht wurde, für den Rechtsraum dieser Institution verbindlich ist und deren Nichtbeachtung definierte Sanktionen nach sich zieht.

Finanzierung/Redaktionelle Unabhängigkeit
Die Aktualisierung der Leitlinie wurde ausschliesslich aus Mitteln von AGO und DKG finanziert. Alle Teilnehmer der Leitliniengruppe haben mögliche Interessenskonflikte schriftlich dargelegt (Formblatt). Die Erklärungen liegen dem Leitlinienkoordinator vor.

Aktualisierungsverfahren
Die Leitlinie ist bis Ende 2010 gültig. Eine Überprüfung des Aktualisierungsbedarfs erfolgt kontinuierlich. Dazu wird der Leitlinienkoordinator jährlich von der DKG schriftlich befragt. Bei Notwendigkeit kann das Aktualisierungsverfahren früher eingeleitet werden.

Literaturverzeichnis

  1. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), and (Hrsg). Deutsches Instrument zur methodischen Leitlinienbewertung DELBI. Verfügbar: www.delbi.de externer Link - Zugriff am 21.01.2008
  2. Schmitt-Reißer B, Abu-Hani M, Junginger Th, Kopp I, Lorenz W (2002): Anleitung zur Erstellung interdisziplinärer Leitlinien der Stufe 2, Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Frankfurt am Main
  3. Delbecq AL, Van de Ven AH, Gustafson DH (1975) Group techniques for program planning. Scott foresman and Company, Glenview, IL, pp 1-174
  4. Bundesärztekammer, AWMF, Kassenärztliche Bundesvereinigung (Hrsg). Programm für Nationale Versorgungsleitlinien - Methodenreport, 3. Auflage, Version 1.1, März 2007. Berlin, ÄZQ. Internet: www.methodik.n-v-l.de externer Link (Zugriff: 20.01.2008)

Anhang

Erstellung der Handlungsempfehlungen (S1-Leitlinie) durch eine Expertengruppe der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) 1999:
Prof. Dr. Dr. h. c. G. Bastert, Heidelberg, Prof. Dr. Dr. R. Bauknecht, Bonn, Prof. Dr. H.G. Bender, Düsseldorf, Prof. Dr. H. Egger, Neumarkt, Prof. Dr. D. von Fournier, Heidelberg, Prof. Dr. W. Jonat, Kiel, Prof. Dr. M. Kaufmann, Frankfurt/Main, Prof. Dr. G. Kindermann, München, Prof. Dr. R. Kreienberg, Ulm, Prof. Dr. H. G. Meerpohl, Karlsruhe, Prof. Dr. D. Mosny, Duisburg, Prof. Dr. A. Pfleiderer, Freiburg (federführend), Prof. Dr. H. G. Schnürch, Neuss

Überarbeitet durch die Mitglieder der Organkommission "Vulvakarzinom" der AGO:
Dr. P. Hantschmann, München, Prof. Dr. H. G. Schnürch, Neuss (federführend), PD Dr. W. Schröder, Aachen, PD Dr. W. Weikel, Mainz, Prof. Dr. H. H. Zippel, Hanau

Beratend haben mitgewirkt
Prof. Dr. med. R. Andreesen, Regensburg (DGHO), Prof. Dr. med. H. Delbrück, Wuppertal (ARNS), Prof. Dr. med. P. Hermanek, Erlangen (ISTO), Prof. Dr. med. K. Höffken, Jena (AIO), Prof. Dr. med. H. Sauer, München (ADT), Prof. Dr. med. H.-E. Stegner, Hamburg (Deutsche Gesellschaft für Pathologie)

Aktualisierung 2001
Die Leitlinie wurde vom Leitlinienkoordinator den Mitgliedern der Expertengruppe vorgelegt, Änderungen und Ergänzungen wurden nach Rücksprache mit dem Leitlinienkoordinator eingearbeitet. Anschließend wurde die Leitlinie folgenden Institutionen vorgelegt und deren Änderungswünsche wurden nach Rücksprache mit dem Leitlinienkoordinator berücksichtigt.

Arbeitsgemeinschaften
AEK-P
AIO
ARO
ARNS
CAO
AK Supportivmaßnahmen in der Onkologie

Fachgesellschaften
Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM)
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)
Deutsche Gesellschaft für klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT)
Deutsche Gesellschaft für Pathologie
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)
Deutsche Röntgengesellschaft
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCh)
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

Kooperierende Institutionen
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT)
Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK)
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Erstellungsdatum:

06/2008

Letzte Überarbeitung:

Nächste Überprüfung geplant:

12/2010


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Stand der letzten Aktualisierung: 06/2008
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