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| Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften |
| AWMF-Leitlinien-Register | Nr. 013/018 | Entwicklungsstufe: | 1 |
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Einschränkungen: Der Epikutantest sollte nicht durchgeführt werden bei Vorliegen von Faktoren, die das Ergebnis verfälschen können, wie florides Ekzem, intensive UV-Exposition, oder längere Vorbehandlung mit topischen Glucocorticoiden. Die Einnahme immunsuppressiver bzw. immunmodulierender Medikamente wie Glucocorticoide oder Ciclosporin kann das Ergebnis verfälschen [12]. Der Epikutantest ist nicht geeignet, die Entwicklung eines allergischen Kontaktekzems (im Sinne einer "prophetischen Testung") vorherzusagen, kann aber bei bereits diagnostizierten Sensibilisierungen zur Ermittlung verträglicher Stoffe (z. B. Kosmetikainhaltsstoffe) von Nutzen sein [11]. Er dient nicht zur Abklärung von Symptomen, die sich nicht an der Haut, sondern als unspezifische Befindlichkeitsstörungen manifestieren.
Bei bekannter Schwangerschaft sollte der Epikutantest nicht durchgeführt werden. Es wird die Beeinflussung des Testergebnisses durch die hormonelle Umstellung diskutiert. Außerdem ist eine Permeation der Allergene in systemisch wirksamer Dosis und, wenngleich bisher nicht beobachtet, eine mögliche teratogene Wirkung nicht auszuschließen.
Bei der Indikationsstellung und Durchführung des Epikutantests sind die Risiken unerwünschter Wirkungen, wie z. B. eine iatrogene Sensibilisierung oder ein erneuter Ekzemschub ("flare-up"), zu bedenken [12, 13]. Bei zweifelhaftem Testergebnis (siehe 3.3) kann der Test frühestens nach vollständigem Abklingen aller Reaktionen der Ersttestung wiederholt werden. Basierend auf der klinischen Erfahrung sollte eine Karenz von etwa 2 Monaten angestrebt werden. Bei Allergenen, für die eine Sensibilisierung sicher nachgewiesen worden war, sollte eine Testwiederholung vermieden werden.
Tabelle 1: Beurteilung von Epikutantestreaktionen nach Empfehlungen der ICDRG [32]
| Symbol | Morphe | Bedeutung |
|---|---|---|
| - | keine Reaktion | negativ |
| ? | nur Erythem, kein Infiltrat | fraglich |
| + | Erythem, Infiltrat, evtl. diskrete Papeln | einfach positive, Reaktion |
| ++ | Erythem, Infiltrat, Papeln, Vesikel | zweifach positive, Reaktion |
| +++ | Erythem, Infiltrat, konfluierende Vesikel | dreifach positive, Reaktion |
| ir | verschiedene Veränderungen (Seifeneffekt, Vesikel, Blase, Nekrose) | irritativ |
| nt | in einem Testblock enthaltenes, aber nicht getestetes Allergen |
Korrespondenzanschrift
Prof. Dr. med. Axel Schnuch
IVDK an der Universitäts-Hautklinik
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D-37075 Göttingen
E-Mail: aschnuch@med.uni-goettingen.de
